Fernando Alonso: "Nur wegen Sicherheitsmaßnahmen noch am Leben"

Alonso ist dankbar für Sicherheitsstandards: "Nur deshalb bin ich noch am Leben"

Es war ein unwirklicher Anblick. Fernando Alonsos McLaren-Honda lag verkehrt herum im Kiesbett von Melbourne, der Bolide war zerrissen und verbeult und kaum noch als Formel-1-Auto zu erkennen. Dann regte sich etwas im Cockpit, Alonso krabbelte ins Freie, wenig später winkte er taumelnd in die Menge.

Der Horror-Unfall des Spaniers war ein weiterer Beleg für die Effektivität der Sicherheitsstandards in der Königsklasse. "Das war ein erschreckender Crash", sagte der zweimalige Weltmeister nach seinem Aus beim Großen Preis von Australien: "Ich bin glücklich und dankbar, dass ich hier bin, dass ich sprechen kann. Vor allem danke ich dem Weltverband FIA für die Sicherheitsmaßnahmen. Vielleicht bin ich nur deshalb noch am Leben."

Alonso is very, very lucky... pic.twitter.com/wawMsqrPM9

— Matt (@mattyd128) 20. März 2016Alonso war in der ersten Rennhälfte auf Esteban Gutierrez (Mexiko/Haas) aufgefahren, sein Bolide verlor zunächst die Vorderräder, überschlug sich beim ersten Kontakt mit dem Kiesbett, wirbelte durch die Luft und schlug in die Bande ein. Beide Fahrer blieben unverletzt.

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"Ich weiß, dass ich heute wohl etwas von dem Glück aufgebraucht habe, das mir in meinem Leben noch bleibt", schrieb Alonso wenig später bei Instagram. Aber es war eben nicht nur Glück. Seit mehr als 20 Jahren wurde die Sicherheit stetig verbessert. Das Monocoque, die Überlebenszelle der Piloten, bietet ebenso wie Helme, Overalls und auch die meisten Rennstrecken den wohl größten derzeit möglichen Schutz.

Der wunde Punkt im Formel-Sport bleibt das offene Cockpit, hier soll ab 2017 vorerst der neu entwickelte Aufbau "Halo" zumindest Schutz vor größeren Gegenständen bieten. Dass völlige Sicherheit auch in der Formel 1 nie zu gewährleisten sein wird, zeigte allerdings der Unfall von Jules Bianchi. Der Franzose war im Oktober 2014 in Suzuka/Japan unter einen Bergungskran gerast und erlag neun Monate später seinen schweren Kopfverletzungen.

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(can/sid)