Nico Rosberg: Der Mann neben Schumacher

Nico Rosberg: Der Mann neben Schumacher

Düsseldorf (RP). Mit dem siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher hat Nico Rosberg (24) gewiss nicht als Teamkollege beim Formel-1-Team von Mercedes gerechnet. Der 17 Jahre ältere Kollege ist Chance und Risiko zugleich.

Nico Rosberg ist schnelle als Michael Schumacher. Ein Ergebnis, das am späten Nachmittag des 14. März gewiss für viel Diskussionsstoff sorgen würde. So aber lässt es die Protagonisten der Formel 1 und deren Fans kalt. Denn Rosberg (24) trifft schon heute in Bahrain ein, während sein 17 Jahre älterer Teamkollege bei Mercedes mit seiner Frau Corinna erst am Mittwoch im Golfstaat erwartet wird, wo die Temperaturen an der 30-Grad-Marke kratzen.

Bei der Vorbereitung auf den WM-Auftakt am nächsten Sonntag teilten sich die Fahrer die Arbeit, waren jeweils an acht Tagen im Einsatz, suchten dabei während 3219 (Schumacher) und 3104 Kilometern nach technischen Lösungen, Verbesserungen, überprüften am Computer entwickelte Neuerungen auf ihren praktischen Nutzen.

Rosberg, in Wiesbaden geboren und in Monte Carlo lebend, war gewiss auch vom Comeback des siebenmaligen Champions überrascht worden. Die Aufmerksamkeit im Silberpfeil-Team gehört dem "grauen Star". Für Rosberg kein Problem, solange "ich Rennen gewinne". Norbert Haug, Sportchef des deutschen Autobauers, lobt die Zusammenarbeit seiner Fahrer, die Mercedes Rückkehr in die Formel 1 nach 16 Jahren als Motorenlieferant zu einer Erfolgsgeschichte machen sollen.

Respekt hat Rosberg vor dem prominenten Kollegen, der aber auch erst einmal beweisen muss, dass er nach drei Jahren Pause auf Topniveau zurückkehren kann. Ein Vorbild war Schumacher nicht für den Sohn des finnischen Weltmeisters Keke, der 1982 in einem Williams-Ford den Titel gewonnen hatte. "Als Kind hatte ich Mika Häkkinen als Vorbild, da mein Vater ihn damals gemanagt hat und er immer noch ein Freund der Familie ist", erklärte der in Wiesbaden geborene und in Monte Carlo lebende Nico, der seit vier Jahren in der Königsklasse seine Erfahrungen gesammelt hat.

"Ich habe ein gutes Gefühl", sagte Rosberg, für den das Duell mit dem erfolgreichsten Fahrer der Formel 1, die in Bahrain ihren 60. Geburtstag feiert, Risiko und Chance zugleich ist. Ist er schneller als Schumacher, dann ist er der Held. Ist er nur unwesentlich langsamer, dann ist es auch noch okay, nicht aber, wenn er ganz deutlich im Schatten des 41-Jährigen steht und der Teamchef zu seinen alten Bekannten zählen kann. Der Teamchef hat bei Benetton und Ferrari alle sieben WM-Titel des Kerpeners, dessen Leidenschaft und Spaß an alte Zeiten erinnern, mitgewonnen.

Bei aller Offenheit gibt es auch Geheimnisse. "Das, was du für deine besonderen Bedürfnisse austüftelst, die vielen kleinen Details, die nur für dich passen, die kannst du schon mal für dich behalten", sagte Rosberg dem Nachrichtenmagazin "Focus". Am 14. März wird zum ersten Mal abgerechnet.

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(RP)