Beckenbauer, Riesch, Klitschko, Poldi ...: Alle drücken Schumacher die Daumen

Beckenbauer, Riesch, Klitschko, Poldi ...: Alle drücken Schumacher die Daumen

Manama (RPO). Der "Kaiser" sitzt wieder vor dem Fernseher, Lukas Podolski will bald selber zu einem Rennen kommen, und Olympiasiegerin Maria Riesch findet es einfach "total abgefahren": Deutschlands Sport-Prominenz fiebert dem Formel-1-Comeback von Rekordweltmeister Michael Schumacher am Sonntag in Bahrain entgegen.

"Ich finde es auf jeden Fall total abgefahren, dass er wieder fährt. Schon als er aufgehört hat, war er eine Legende und hatte alles erreicht. Irgendwie ist es ihm dann wohl zu langweilig geworden, und er geht jetzt das Risiko ein, denn man weiß ja nie, wie es läuft", sagte Doppel-Olympiasiegerin Riesch dem ARD-Hörfunkteam: "Ein Comeback zu starten, obwohl man schon so viel Erfolge hatte, finde ich sehr mutig, aber auch sehr cool. Es wäre natürlich der absolute Hammer, wenn er noch einmal Weltmeister würde."

Schumacher fährt am Sonntag (13 Uhr im Live-Ticker) erstmals seit 1239 Tagen um WM-Punkte und lockt damit auch Fußball-Idole vor den Fernseher. "Seit dem Rücktritt von Michael Schumacher habe ich mir fast kein Rennen mehr angesehen. Dies wird sich jetzt wieder ändern", sagte Franz Beckenbauer bei Sky: "Ab dem Wochenende bin ich wieder live mit dabei. Ich wünsche Michael von ganzem Herzen alles Gute für sein Comeback."

Schalke-Trainer Felix Magath outete sich im ARD-Hörfunk ebenfalls als Schumacher-Fan. "Ich bin natürlich auch gespannt auf dieses Comeback, ich glaube, das geht vielen Sportinteressierten so", sagte der Meistercoach, der beide Daumen drücken will: "Mein Sohn hat mir schon gesagt, dass er am Sonntag Formel 1 guckt."

Für Lukas Podolski, mit Schumacher gut befreundet, ist es "sensationell, dass er wieder zurück ist. Jetzt macht die Formel 1 umso mehr Spaß, und ich drücke ihm auf jeden Fall alle Daumen, so wie er sie auch für den FC drückt", sagte der Nationalstürmer des 1. FC Köln und kündigte im ARD-Hörfunk an: "Wenn die Zeit es zulässt, werde ich ein oder zwei Rennen besuchen."

Für Podolski ist Schumacher "einer der größten Sportler der letzten Jahre. Er prägt die Formel 1. Man sieht, welche Aufmerksamkeit durch sein Comeback entsteht. Er war sieben Mal Weltmeister, dazu braucht man nicht viel zu sagen", meinte der Kölner. Dass Schumacher schon 41 Jahre alt ist, stellt nach Podolskis Meinung kein Problem dar: "Das Alter sagt nichts aus, er kann sicher so gut Auto fahren wie früher."

Box-Weltmeister Witali Klitschko geht auch davon aus, dass Schumacher sich gegen die jungen Wilden wie Sebastian Vettel, seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg oder Lewis Hamilton noch gut in Szene setzen kann. "Das Wichtigste, das man hat im Leben, ist Erfahrung, auch im Sport. Michael ist topfit, Michael fühlt sich wohl", sagte Klitschko.

Selbstverständlich trete Schumacher gegen jüngere Leute an, aber: "Als ich nach vier Jahren mein Comeback gegeben habe, hat es auch viele Leute gegeben, die Zweifel hatten. Aber ich habe gezeigt, dass man in einer Sportart wie Boxen Pause machen, danach seine Erfahrung nutzen und wieder Weltmeister werden kann. Ich habe das geschafft, und ich bin fest davon überzeugt, dass Michael das auch kann."

(SID/chk/rl)