„Richtiger Schritt fürs Team“ Hamburg tritt mit neuem Quarterback gegen Rhein Fire an

Hamburg · Die Hamburg Sea Devils haben vor dem Spiel gegen Rhein Fire einen neuen Quarterback verpflichtet. Um wen es geht, was die Gründe für den Wechsel sind und was das für Fire bedeutet.

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Foto: Rhein Fire/Justin Alexander Derondeau

Die Hamburg Sea Devils empfangen am Sonntag Rhein Fire wieder im Volksparkstadion (16.25 Uhr). Es werden wohl nicht, wie im Vorjahr, 32.500 Zuschauer dabei sein. Doch gut besucht dürfte die Partie trotzdem werden. Und auf dieser für die Sea Devils wohl größtmöglichen Bühne wird Quarterback D'Angelo Fulford sein Debüt für die Hamburger geben.

Die Organisation aus dem Norden Deutschlands hat sich nämlich am Montag von Javarian Smith getrennt. „Es ist immer eine schwere Entscheidung, aber wir müssen im Sinne der Organisation denken, und die beste Entscheidung für die Organisation ist es jetzt, getrennte Wege zu gehen und jemanden Neuen reinzuholen“, erklärte Sportdirektor Miguel Boock den Schritt.

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Foto: ELF/Jonas Wicker

Mit Smith holten die Sea Devils zwei Siege aus fünf Spielen. Der Quarterback brachte dabei 52 Prozent seiner Pässe an und erzielte damit 1055 Yards Raumgewinn sowie sechs Touchdowns bei zwei Interceptions. Zudem war er mit 202 Yards und drei Touchdowns der zweitbeste Läufer des Teams.

„Habe ihn aufwachsen sehen, seit er sieben Jahre alt ist“

Nachfolger D'Angelo Fulford hat schon in dieser Saison Erfahrung in der European League of Football (ELF) gesammelt, denn zu Beginn der Spielzeit stand er bei den Raiders Tirol unter Vertrag. Nach nur zwei Spielen gab es jedoch auch hier die Trennung. Dadurch hat Rhein Fire aber aktuelles Videomaterial des Quarterbacks, um sich auf ihn einzustellen.

Sea-Devils-Cheftrainer Matt Johnson weiß genau, wen er sich ins Team holt. „D'Angelo und ich kommen aus derselben Stadt, deswegen weiß ich, was er kann. Ich habe ihn aufwachsen sehen, seit er sieben Jahre alt ist“, erklärte er in der Mitteilung des Teams. „Als Passgeber und Anführer wird er das einbringen, was wir brauchen. Es ist der richtige Schritt für unser Team zu diesem Zeitpunkt.“

Miguel Boock erklärte, dass sich Smith und Fulford als Spielertypen ähnelten, beide seien mobile Quarterbacks. Der Zugang habe aber einen anderen Ansatz. „Dadurch, dass Matt einen direkten Draht zu D'Angelo hat, ergeben sich ganz andere Möglichkeiten“, sagte Boock weiter.

Keine unbekannte Situation

Mit mobilen Quarterbacks hat Fire in dieser Spielzeit schon Erfahrungen gemacht. Der Kölner Isaiah Weed hatte erst am vergangenen Sonntag über 100 Yards per Lauf herausgeholt, auch im Hinspiel war er diesbezüglich positiv aufgefallen. Zach Edwards von den Paris Musketeers indes war zumindest zu Beginn des Spiels gegen Fire ebenfalls durch seine Mobilität erfolgreich unterwegs.

Die Situation eines komplett neuen Quarterbacks in der Woche vor einem Spiel ist im Übrigen keine gänzlich neue für Rhein Fire. Vor einem Jahr verpflichteten die Cologne Centurions wenige Tage vor dem Duell in Judd Erickson einen neuen Spielmacher. Fire gewann 42:0.

Gerade für einen Quarterback, der alles wissen muss, was auf dem Feld passiert, ist der Start bei einem neuen Team schwierig. Erst recht, wenn er nach nicht mal einer Woche schon spielen soll. Dass Fulford seinen neuen Cheftrainer schon kennt, ist aber sicher hilfreich. Mal sehen, wie er sich schlägt.