Nominierung der ELF Spieler und Trainer von Rhein Fire winken individuelle Auszeichnungen

Düsseldorf · Im vergangenen Jahr war Rhein Fire bei den „ELF Honors“, bei der individuelle Auszeichnungen vergeben werden, leer ausgegangen. Das wird sich diesmal sehr wahrscheinlich ändern.

European League of Football: Die Gewinner des MVP und Co.
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Die Gewinner der „ELF Honors“

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Foto: ELF/Lionel Sam

Jadrian Clark hat eine stets freundliche, aber auch bestimmte Art, auszudrücken, wie wenig ihn individuelle Statistiken interessieren. Für den Quarterback von Rhein Fire zählt nur der Teamerfolg. Wenn er am 23. September von der European League of Football (ELF) als wertvollster Spieler (MVP) der Saison ausgezeichnet wird, dann dürfte er den Preis natürlich gern entgegen nehmen, sich bei seinen Coaches sowie Mitspielern bedanken und direkt danach auf das anstehende Finale verweisen, das viel wichtiger sei. So jedenfalls der Optimalfall.

Zunächst einmal muss Clark den Titel aber natürlich gewinnen. Dafür hat er alles mögliche getan: Der 29-Jährige ist einer von drei nominierten und angesichts seiner statistisch herausragenden Saison, die so in der ELF erstmal jemand toppen muss, wäre es sehr überraschend, wenn er die Auszeichnung nicht erhalten würde.

Der MVP muss kein Quarterback sein, angesichts der Wichtigkeit dieser Position ist er es im Football aber meistens eben doch. Noch liegt in der ELF die Quote bei 50:50 (2021 Running Back Madre London, 2022 Quarterback Sean Shelton), aber es dürfte sich Samstag ändern. Es spricht dabei Bände, dass Clark als Offensivspieler des Jahres nicht einmal nominiert ist. Dass er gänzlich ohne Auszeichnung aus dieser Saison geht, ist nicht vorstellbar. Die anderen beiden MVP-Kandidaten (Chad Jeffries und Markell Castle von den Munich Ravens), sind auch als Offensivspieler des Jahres nominiert.

Clark ist aber nicht der einzige Akteur von Rhein Fire, der bei den diesjährigen „ELF Honors“ abräumen könnte: Offensive Coordinator Andrew Weidinger könnte zum zweiten Mal in Folge ausgezeichnet werden. 2022 wurde er als Head Coach der Barcelona Dragons zum besten Trainer des Jahres gewählt, 2023 ist er als bester Assistenztrainer nominiert. Weidingers Nachfolger als Trainer des Jahres könnte dessen neuer Chef werden: Jim Tomsula ist einer von drei nominierten. Beide Coaches haben sicher realistische Chancen, vor allem Weidinger, der einfach die mit Abstand beste Offensive der Liga anführte.

Im Vorjahr war Rhein Fire bei der Veranstaltung noch leer ausgegangen, der einzig nominierte Omari Williams wurde nicht zum besten Special Teamer des Jahres 2022. Das dürfte sich nicht wiederholen.