Vor zweiwöchiger Pause Rhine Fire fiebert dem Derby entgegen

Düsseldorf · Rhein Fire ist in der European League of Football weiter ungeschlagen und empfängt am Sonntag die Cologne Centurions zum zweiten Derby der Saison.

Sergej Kendus (M.) läuft im Hinspiel mit dem Ball.

Sergej Kendus (M.) läuft im Hinspiel mit dem Ball.

Foto: Rhein Fire/Justin Alexander Derondeau

Rhein Fire sehnt die zweiwöchige Spielpause, die die American Footballer aus Düsseldorf nach der Partie in der European League of Football (ELF) gegen die Cologne Centurions (23. Juli, 16.25 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena, Duisburg) spielplanmäßig zusteht, herbei. „Es gibt einige Prellungen, Muskelverhärtungen, Zerrungen bei uns im Team. Besonders die Jungs aus der Offense- und Defense Line sind grün und blau“, gesteht Rhein Fire-Sprecher Martin Wagner. „Aber die vielen kleinen Blessuren sind alles keine Gründe, nicht weiter zu kämpfen.“

Und in der Partie mit der Mannschaft aus der Stadt mit der größten Bahnhofskapelle rechnet Wagner mit mehr Gegenwehr als im Hinspiel. In Köln hatten die Düsseldorfer mit 42:0 gewonnen. „Da war Centurions Quarterback Christian Judd Erickson gerade mal eine Woche in Köln im Training. Seitdem haben sich die Centurions deutlich verbessert“, stellt Wagner fest. „Und durch den Lizenzentzug für die Leipzig Kings und die zwangsweise Neugestaltung des Spielplans hatten sie zwei Wochen spielfrei, konnten Verletzungen auskurieren und sich erholen.“

Allerdings wurden von den Centurions kürzlich Wide Receiver Louis Nawrocki und Cornerback Dany Lamy auf die Verletztenliste gesetzt. Sie dürfen drei Wochen nicht eingesetzt werden. Zudem wurde Alexander Boes (Defense Line) freigestellt. Die Lücken füllte das Centurions-Management aber wieder auf. Mit den beiden Wide Receivern Max Siemssen, kommt von den Bonn Gamecocks, und Moritz Koß, gehörte bis vor kurzem den Düsseldorf Panthern an, wurde die Offensive bedacht.

Für die Abwehr steht jetzt auch Fabian Weitz (Linebacker) zur Verfügung. Er ist ein echter „kölsche Jung“ und war zuletzt ein Buffalo Bull, weil er für die University at Buffalo in New York, in der höchsten Uni-Liga (NCAA1) gespielt hat. In der Domstadt hält man große Stücke auf den 25-Jährigen. „Fabian Weitz ist einer der besten europäischen Linebacker. Er war ein hervorragender Juniorenspieler während seiner Kölner Zeit und nachdem er fünf Saisons in der NCAA Division 1 gespielt hat, ist er für uns wie ein zusätzlicher amerikanischer Import auf dem Feld“, urteilt Centurions Athletik-Direktor David Drane. „Ich glaube, wenn er so spielt, wie wir wissen, dass er es kann, wird er die Aufmerksamkeit bekommen, die er will.“

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Foto: dpa/Marcus Brandt

Die Kölner müssen auch etwas tun, denn in ihren bisherigen fünf gespielten ELF-Partien sprang nur ein Sieg (23:14 bei den Prag Lions) heraus. Die ausgefallene Auseinandersetzung mit den Leipzig Kings wird als Cologne-Erfolg gewertet.

Dem gegenüber stehen sieben Fire-Erfolge in sieben Begegnungen. Trotzdem ist Fire-Headcoach Jim Tomsula vor dem West-Derby betont vorsichtig. „Sie hatten jetzt zwei Wochen spielfrei und konnten sich optimal auf das Derby und auf unsere Stärken vorbereiten“, meint Tomsula. „Wir haben jetzt das achte Spiel nacheinander, das geht an die Substanz. Auch die Jungs, die von schweren Verletzungen verschont geblieben sind, sind ‘banged up’, angeschlagen, und brauchen dringend eine Erholungspause.“

Die kommt aber erst nach der Centurions-Partie, auf die sich die Fire-Squad eher mit gebremstem Schaum vorbereitet hat. So wurde die Trainingseinheit am Dienstag ohne Helm und Schulterpads und demnach ohne den richtig harten direkten körperlichen Kontakt durchgeführt. „Wichtig war, dass alle trotzdem fokussiert waren und zielstrebig gearbeitet haben“, so Tomsula. Damit ein bisschen Frische auf das Feld kommt, war das Fire-Management ebenfalls auf dem Transfermarkt tätig. Mit Niels Schroedter (Linebacker) kommt ein Berliner Jung aus der Konkursmasse der Leipzig Kings an dem Rhein. Und auch Tight End Christopher Mielke setzte seine Unterschrift unter das Vertragspapier mit dem Düsseldorfer ELF-Franchise. Er spielte zuletzt in Essen für die Assindia Cardinals.

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