Es geht auch ohne Sportschau

Es geht auch ohne Sportschau

Hektische Aufgeregtheit herrschte gestern im Land, als die Pläne aus dem Frankfurter Stadtwald ans Licht der Öffentlichkeit gelangten. Der Grundton: Die DFL will uns unsere gute, alte Sportschau wegnehmen und die Bundesliga in den Tiefen des Internets versenken.

Doch immer mit der Ruhe! Vor drei Jahren hatte das Kartellamt festgelegt, dass die Verbraucher, sprich: Fans, die Wahl zwischen Pay-TV und einer frei empfangbaren Zusammenfassung vor 20 Uhr haben müssen. Es darf bezweifelt werden, ob diese Forderung der Wettbewerbshüter mit dem auch 2013 sicher noch nicht flächendeckend verbreiteten Internet-Fernsehen erfüllt werden kann.

Doch selbst wenn es die Sportschau in ihrer jetzigen Art mal nicht mehr geben sollte, drehen sich der Ball und die Erde weiter. Die Bundesrepublik Deutschland hat ja tatsächlich die Jahre 1992 bis 2003 überstanden, als Sat.1 die Bundesliga am frühen Samstagabend präsentierte. Ohnehin stellt sich die Frage, ob die ARD jährlich 100 Millionen Euro für Bundesliga-Fußball ausgeben muss, wenn sich die Qualität der Sendung kaum von der bei einem rein werbefinanzierten Sender unterscheidet. bei

(RP)