Eishockey-WM: Bundestrainer Toni Söderholm kritisiert Defensivverhalten von Leon Draisaitl

Eishockey-Bundestrainer : Söderholm kritisiert Draisaitls Defensivverhalten

Leon Draisaitl ist der unumstrittene Topstar im Team der deutschen Nationalmannschaft. Trotz guter Auftritte bei der Eishockey-WM sieht Bundestrainer Toni Söderholm beim 23-Jährigen noch Steigerungspotenzial.

Eishockey-Bundestrainer Toni Söderholm hat NHL-Star Leon Draisaitl kritisiert und von ihm mehr Abwehrarbeit bei der WM in der Slowakei gefordert. "Er versucht sehr viel auf dem Eis", sagte der Finne nach dem Training am Montagmorgen: "Er kann auf alle Fälle besser in der Defensive arbeiten. Ich glaube nicht, dass das ein Geheimnis ist."

Bei der 1:3-Niederlage am Sonntag gegen die USA hatte Draisaitl zwar das 1:0 durch Frederik Tiffels vorbereitet, aber auch bei den ersten beiden Gegentoren auf dem Eis gestanden. Der 23-Jährige, der in dieser Saison mit 50 Toren und 105 Scorerpunkten für die Edmonton Oilers in den Kreis der Superstars der NHL aufstieg, hat bislang bei der WM drei Treffer erzielt und zwei weitere vorbereitet. Sein Tor 27 Sekunden vor Schluss zum 3:2 gegen die Slowakei sicherte der deutschen Mannschaft den Viertelfinaleinzug. Gegen die Amerikaner hatte er 22:43 Minuten Eiszeit - so viel wie kein anderer Deutscher.

Seider und Grubauer wohl erst im Viertelfinale zurück

Moritz Seider hat derweil am Montag erstmals seit seiner Verletzung aus dem WM-Vorrundenspiel gegen die Slowakei (3:2) am vergangenen Mittwoch wieder trainiert. Der 18 Jahre alte Verteidiger der Adler Mannheim absolvierte zusammen mit sieben weiteren Feldspielern die freiwillige Einheit vor dem letzten Gruppenspiel am Dienstag gegen Finnland (12.15 Uhr/Sport1 und DAZN). Auch der angeschlagene NHL-Keeper Philipp Grubauer stand am Montag im slowakischen Kosice mit auf dem Eis.

„Der Grubi sieht besser und besser aus. Ob er morgen spielen kann, wird eine Last-Minute-Entscheidung“, sagte Söderholm nach dem Training, deutete aber wie schon am Sonntag an, den Torhüter der Colorado Avalanche erst wieder im Viertelfinale am Donnerstag spielen zu lassen. „Will man das für ein Spiel riskieren? Ich will einfach, dass er komplett gesund ist“, sagte Söderholm. Dies gelte auch für einen möglichen Einsatz Seiders: „Wie bei Grubauer sollten wir bei ihm auch nicht zu viel riskieren.“

Grubauer hatte sich am vergangenen Dienstag beim 4:1 gegen Frankreich verletzt. Einen Tag später war Seider vom Slowaken Ladislav Nagy übel in die Bande gecheckt worden und musste danach benommen vom Eis gefahren werden.

(sid/old)
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