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Eishockey-WM 2022: Bundestrainer Toni Söderholm trotz mühsamer Generalprobe zuversichtlich

„Die Mannschaft wächst“ : Bundestrainer Söderholm trotz mühsamer WM-Generalprobe zuversichtlich

Das DEB-Team hat die Generalprobe nur mit Mühe bestanden. Bundestrainer Toni Söderholm blickt nach dem 3:1-Sieg gegen Österreich aber sehr zuversichtlich in Richtung WM-Auftakt in seiner Heimat Finnland.

Toni Söderholm hakte die Vorbereitungsphase schnell ab. Nach der mühsam mit 3:1 bestandenen WM-Generalprobe in Schwenningen gegen Österreich ging der Eishockey-Bundestrainer nur kurz in die Analyse und blickte direkt mit Vorfreude auf die WM in seiner Heimat Finnland. „Wir haben einige Baustellen, was das Spielerische betrifft. Aber ich bin zuversichtlich“, sagte Söderholm: „Man merkt, dass die Mannschaft wächst. Da ist eine Stimmung drin, worauf man viel aufbauen kann. Wenn der Tag kommt, wo es zählt, dann wird auch vieles zusammenkommen.“

Zählen wird es für den Finnen und sein Team direkt am Freitag: Der Auftaktgegner ist kein Geringerer als Rekordweltmeister Kanada (19.20 Uhr/Sport1 und MagentaSport). Deshalb sei es wichtig, „einen guten Start ins Turnier hinzulegen. Das erste Spiel wird maßgeblich entscheidend für die Gruppenphase“, sagte NHL-Verteidiger Moritz Seider und gab schon einmal einen ersten Warnschuss an die Konkurrenz ab: „Wenn wir einmal in den Rhythmus kommen, dann sind wir schwer zu stoppen. Da müssen wir Momentum mitnehmen und dann ist viel möglich.“

Diesen Rhythmus zu finden, ist die große Herausforderung in den kommenden Tagen. Denn im siebten und letzten Härtest war dem DEB-Team anzusehen, dass es in der Konstellation mit elf hinzugestoßenen Spielern nur knapp zweieinhalb Tage zusammengearbeitet hatte. Trotz allem sei „viel Positives dabei gewesen“, meinte Seider, „einiges können wir auf jeden Fall noch verbessern. Dafür, dass die Mannschaft aber ziemlich durchgewürfelt war, war es am Ende recht solide.“

Der Schwenninger Alexander Karachun (40.), Stefan Loibl (56.) und Dominik Bittner (58./Empty Net) trafen in der ausverkauften Helios Arena für die DEB-Auswahl. Brian Lebler (29.) hatte Österreich in Führung gebracht.

Verbesserungspotenzial hatte am Sonntag vor allem das Powerplay, das bei der WM den Unterschied machen kann und soll. „Da wollen wir ein entscheidender Faktor sein in der kommenden Spielen. Wir haben ganz viel Talent in beiden Powerplay-Reihen“, sagte Seider, der neben Torhüter Philipp Grubauer und Tim Stützle einer von drei NHL-Legionären im Kader ist: „Unser Überzahlspiel war auf einem guten Weg, die Abstimmung aber noch nicht ganz da.“

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Am Montag wurde an dieser Baustelle nicht direkt weitergearbeitet. Söderholm gab seinem Team trainingsfrei, bevor am Dienstag der Flieger nach Helsinki startet - mit weiteren Neuankömmlingen von Meister Eisbären Berlin und Vizechampion Red Bull München, die ihre Finalserie erst am Mittwoch beendet hatten.

Söderholm hält sich zudem weitere Optionen offen. „Es gibt die Möglichkeit, dass man noch auf Spieler wartet. Interesse haben wir an allen deutschen Spielern, die noch spielen“, sagte der 44-Jährige, der als möglichen Kandidaten Leon Gawanke vom AHL-Team Manitoba Moose nannte.

Bis zur WM muss sich die Mannschaft nun erstmal „ihre eigene Story aufbauen“, so Söderholm: „Und das baut sich so langsam auf.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist der DEB-Kader für die Eishockey-WM 2021

(sid)