Krefeld Pinguine: Trainingsauftakt: 850 Fans feiern Pinguine

Krefeld Pinguine : Trainingsauftakt: 850 Fans feiern Pinguine

Die Krefeld Pinguine haben die Euphorie nach dem Halbfinaleinzug in der vergangenen Saison nahtlos hinüber in die neue Eiszeit gerettet. Über 1300 Dauerkarten sind verkauft, zum Trainingsauftakt kamen so viele Fans wie lange nicht.

Wahrscheinlich noch nie war es bei einer ersten Eiseinheit zu einer neuen Spielzeit so voll in der Rheinlandhalle wie am Donnerstag. Nicht nur, dass rund 850 Zuschauer auf den Rängen das Treiben der Krefeld Pinguine auf dem Eis unter der Anleitung von Cheftrainer Rick Adduono beobachteten, auch auf dem Eis selbst waren so viele Spieler wie selten zuvor. Mit Ausnahme von Francois Methot stand der komplette Kader auf dem Eis, hinzu kamen die beiden Gastspieler aus Übersee, die Ex-Pinguine Marcel Noebels und Christian Ehrhoff. Insgesamt waren es also drei Torhüter neun Verteidiger und vierzehn Stürmer auf dem glatten Untergrund. Eine solch große Ansammlung an Personal gleich zum Trainingsauftakt gab es schon viele Jahre nicht mehr. Eigentlich hätten sogar 15 Stürmer auf dem Eis sein sollen, aber Francois Methot hatte sich am Mittwoch bei einem ersten Materialtest auf dem Eis eine Zerrung im Nackenbereich zugezogen.

NHL-Star Ehrhoff kam als Erster aus der Kabine und wurde aber gleich von Autogrammjägern umlagert. Somit waren Verteidiger Josh Meyers und der neue Torwart Lukas Lang die ersten beiden auf dem Eis. Hier brandete erstmals der Beifall der gut 800 Schaulustigen auf, die es sich nicht nehmen ließen, ihre Lieblinge bei der Arbeit zu beobachten. Als letzte betraten übrigens die Verteidiger Mitja Robar und Kyle Sonnenburg das glatte Parkett.

Besondere Aufmerksamkeit schenkten die Zuschauer natürlich den Neuzugängen, von denen Oliver Mebus vor allem wegen seiner Größe nicht zu übersehen ist. Jeder von Lukas Lang gehaltene Puck wurde von den Fans bejubelt wie früher die Paraden seines Vaters Karel. "Für mich ist Krefeld wie zu Hause", sagt Lang. "Ich spreche die gleiche Sprache wie mein Kollege Tomas Duba, wir wollen uns gegenseitig puschen und zu Höchstleistungen treiben, damit die Mannschaft Spiele gewinnt, dann ist es auch egal wer spielt."

Verteidiger David Fischer, der vom Zweitligisten Heilbronn nach Krefeld kam, deutete mit strammen Schüssen an, dass er auch in Überzahl eine Option für die Pinguine ist. Der Amerikaner kennt schon seinen Kollegen Josh Meyers mit dem er früher in einem Collegeteam zusammen gespielt hat. Verteidiger Nick St.Pierre sagte nach einigen Tagen in Krefeld: "Ich glaube, wir haben nicht nur auf dem Eis, sondern auch in der Kabine ein gutes Team. Im Rahmen der Euro Hockey Liga habe ich im vergangenen Jahr bereits gegen Hamburg und Berlin gespielt, und ich glaube zu wissen, was mich in der DEL erwartet."

Der einzige Neuzugang für die Abteilung "Attacke", Istvan Sofron, durfte sich beim gestrigen Training an der Seite von Mark Voakes und den vom Verteidiger zum Stürmer umfunktionierten Christian Ehrhoff versuchen. Der Außenstürmer, der in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich für die ungarische Mannschaft Alban Volan in der internationalen österreichischen Liga spielte, sagte: "Die Strukturen sind hier deutlich professioneller als in Ungarn und Österreich. Ich glaube aber, dass der Unterschied vom Leistungsvermögen der Teams nicht ganz so groß ist und ich mich hier in Krefeld durchsetzen kann."

Rick Adduono, der Chefcoach, war mit der ersten Eiseinheit in der Rheinlandhalle jedenfalls zufrieden und sagte nach dem Training: "Ich sehe, dass die Jungs im Sommer alle gut gearbeitet haben und bereits in einer guten körperlichen Verfassung sind."

(RP)