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Torsten Ankert beurteilt die Entwicklung der Krefeld Pinguine positiv

Krefelds Verteidiger Torsten Ankert : „Das Trainerteam macht eine tolle Arbeit“

Der Verteidiger der Krefeld Pinguine zieht trotz der verpassten Pre-Play-off-Teilnahme ein positives Saisonfazit.

Torsten Ankert ist mit seinen 567 DEL-Spielen ein erfahrener Verteidiger. Nach seinem Wechsel von Wolfsburg nach Krefeld Mitte Oktober verhalf er der Abwehr der Pinguine zu mehr Stabilität. Folgerichtig wurde sein Vertrag über die Saison hinaus verlängert. Nach dem Spiel gegen die Straubing Tigers sprach RP-Mitarbeiter Josef Hermanns mit dem 30-Jährigen.

Wie war die Stimmung in der Kabine?

Ankert Die Enttäuschung ist bei uns allen riesengroß. Wir hatten uns einfach mehr erhofft. In der Kabine herrschte Totenstille.“

Was ist der Hauptgrund, für das Verpassen der Pre-Play-offs?

Ankert Wir waren einfach zu sehr von einer Reihe abhängig. Dadurch waren wir für unsere Gegner zu einfach auszurechnen. Vor allem nach dem Abgang von Jordan Caron war das so. Wir haben zwar die beste Reihe der Liga, aber andere Teams

haben drei Reihen, die Tore schießen. Da sind wir zu dünn aufgestellt.

Sie haben jetzt 40 Spiele für Krefeld absolviert. Welchen Eindruck haben Sie in dieser kurzen Zeit von diesem DEL-Standort gewonnen?

Ankert Auch wenn ich in der vergangen Saison noch nicht hier war, muss ich sagen, dass in dieser Saison eine andere Krefelder Mannschaft auf dem Eis stand. Struktur und Spielkultur waren deutlich besser. Das wurde mir auch von Spielerkollegen aus anderen Teams sowie von Managern und Trainern gesagt. Überall heißt es, Krefeld hat einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Umso enttäuschter sind wir, unsere Ziele nicht erreicht zu haben.

Wie können die Pinguine weiter einen Schritt in die richtige Richtung machen?

Ankert In der neuen Saison sollte man versuchen, sich etwas breiter , aufzustellen, um vor allem das Scoring auf mehrere Schultern zu verteilen. Was wir brauchen ist eine zweite torgefährliche Reihe. Man muss sehen, dass man die richtigen Spieler findet, vor allem auch für die Special-Teams. Die Top-Teams der Liga haben alle drei torgefährliche Reihen, das ist aber sicher hier in Krefeld mit dem kleinen Etat nicht möglich.

Was ist denn mit diesem Etat möglich?

Ankert Es ist bei dem kleinen Budget ein schwieriger Spagat, einen besseren Kader auf die Beine zu stellen. Wir brauchen aber eine bessere Balance im Kader. Man will sicherlich auch kein Risiko eingehen. Die Verantwortlichen hier in Krefeld haben alle sehr viel Ahnung, sie werden sicher einen guten Kader zusammenstellen. Etwas Glück gehört bei den Spielerverpflichtungen auch immer dazu, damit sie dann auch die gewünschte Leistung bringen.

Wie sieht ihr persönliches Fazit aus?

Ankert Ich kann über meine erste Saison hier in Krefeld nur Positives sagen. Wir haben eine tolle Halle, eine prima Fan-Basis und gute Trainer. Vor allem das Trainerteam macht eine tolle Arbeit. Ich habe in meiner Laufbahn kaum einen Trainer gehabt, der die Mannschaft so optimal auf den Gegner einstellt. Wie er uns auch mit den Videos vorbereitet, das ist einfach klasse.

Sie haben in der Saison 2005/06 in Köln ihr DEL-Debüt gegeben und kennen sich in der Liga bestens aus. Ist Krefeld ein interessanter Standort für neue Spieler?

Ankert Daniel Pietta und ich sprechen häufig über die guten Verhältnisse hier in Krefeld und tun das auch bei anderen Spielern in der Liga kund. So eine positive Entwicklung spricht sich schnell herum.