Krefeld Pinguine: Sportlich lange überfällig, menschlich ein großer Verlust

Krefeld Pinguine: Sportlich lange überfällig, menschlich ein großer Verlust

Fanstimmen Krefeld Pinguine

Am Dienstag ging im Krefelder Eishockey mit dem Rücktritt von Rick Adduono eine sehr erfolgreiche Ära zu Ende. Kein anderer Trainer der Pinguine kann über einen so langen Zeitraum eine so erfolgreiche Arbeit nachweisen. Fast sechs Jahre lang drückte der Kanadier dem DEL-Standort Krefeld seinen Stempel auf.

In fünf kompletten Spielzeiten unter seiner Regie erreichte das Team zweimal das Halb-, einmal das Viertelfinale und einmal die Pre-Play-offs. Und das trotz bescheidener finanzieller Mittel. Mit seiner beeindruckenden Motivationskunst hat er an der Westparkstraße Berge versetzt. Darüber hinaus war er für die gesamte schwarz-gelbe Eishockeyfamilie ein wertvoller Werbeträger. Mit seiner sympathischen, freundlichen und spaßigen Art eroberte er die Herzen von Sponsoren und Fans, für die er immer ein offenes Ohr hatte. Auch für die Medien stand er Tag und Nacht zur Verfügung.

Im sportlichen Bereich war schon gegen Ende der vergangenen Saison zu spüren, dass sich Adduonos Motivationskunst und seine Trainingsarbeit abgenutzt haben. Die zwischenmenschlichen Probleme mit seinen Spielern häuften sich. Das blieb den Verantwortlichen nicht verborgen. Trotzdem hielten sie nach dem Aus in der Pre-Play-off-Serie gegen Wolfsburg an ihrem Trainer fest und statteten ihn mit einem Zweijahresvertrag aus. Sie verpassten es, ihrem geliebten Coach einen würdigen Abgang zu verschaffen.

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Sportlich ist die Trennung von Adduono lange überfällig, menschlich ist sie ein großer Verlust, denn das Krefelder Eishockey verliert einen wertvollen Sympathieträger. Danke Rick für sechs sehr schöne Jahre!

(RP)