Krefeld Pinguine: Saison-Aus der Pinguine naht

Krefeld Pinguine: Saison-Aus der Pinguine naht

Nach der Niederlage im vorentscheidenden Spiel in Köln mussten sich die Krefelder auch Sonntag gegen Wolfsburg geschlagen geben und können im Kampf um einen Pre-Play-off-Platz nur noch auf ein Wunder hoffen.

Der Kampf um die Deutsche Meisterschaft wird wohl ohne die Pinguine stattfinden. Fünf Punkte beträgt nach der gestrigen Niederlage gegen Wolfsburg nun der Rückstand auf den zehnten Tabellenplatz. Das dürfte bei nur noch drei ausstehenden Punktspielen nicht mehr aufzuholen sein. Damit droht den Schwarz-Gelben am kommenden Sonntag nach dem Heimspiel gegen Kassel das Saison-Aus. Die Spieler können ab heute schon mal in den Urlaubskatalogen blättern. Dagegen wird die Arbeit für die Verantwortlichen nach dem letzten Punktspiel erst richtig beginnen. Auch gestern wurde im König-Palast auf den Rängen heftig darüber spekuliert, wie der Machtkampf innerhalb der KEV Pinguine GmbH enden wird. Wilfrid Fabel erklärte gestern vor laufender TV-Kamera nur, dass es wohl weiter gehen werde. Zu personellen Angelegenheiten wollte er sich nicht äußern.

Ohne Vasiljevs und Langkow

Die Hoffnung, nach der schwachen Vorstellung am Freitag in Köln mit einem Sieg über Wolfsburg im Rennen um einen Pre-Play-off-Platz bleiben zu können, erhielt schon vor dem ersten Bully einen herben Dämpfer. Kapitän Herberts Vasiljevs hatte sich mit einer Magen-Darm-Grippe abgemeldet. Torwart Scott Langkow musste wegen einer Knieprellung pausieren. Aber nach dem Motto "Jetzt erst recht!" rückte das Team eng zusammen und machte den favorisierten Gästen das Leben schwer. Hätten die Pinguine mal bei den Haien so viel Einsatzwillen in die Waagschale gelegt, dann wäre Freitag sicher ein Sieg möglich gewesen. Im torlosen Auftaktdrittel verhinderte Torwart Danijel Kovacic gegen Alavaara die Gäste-Führung (8.).

Das Mitteldrittel begann für die Hausherren nach Maß. Bei angezeigter Strafe gegen Wolfsburg traf Michael Endraß ins lange untere Eck. Doch die Gäste schlugen eiskalt zurück. In Überzahl erzielten sie den Ausgleich und gingen nur 88 Sekunden später in Führung. Und das sogar in Unterzahl. Die Krefelder verdauten diesen Doppelschlag prima und glichen in Überzahl durch den ersten Saisontreffer von Sinan Akdag noch vor der zweiten Pause aus.

Die letzten 20 Minuten waren dann ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den Wolfsburg mit der erneuten Führung eröffnete. Charlie Stephens glich mit einer tollen Einzelleistung aus. Doch im Jubelsturm der KEV-Fans traf Sloan nur 14 Sekunden später. Und nach dem fünften Treffer der Gäste war die Vorentscheidung gefallen. Zu allem Übel schickte der schwache Schiedsrichter Reichert mit Sinan Akdag den bis dahin besten Krefelder Verteidiger vorzeitig unter die Dusche (47.). Die Pinguine ließen trotzdem nichts unversucht, wenigstens noch die Verlängerung zu erreichen. Der Lohn war der Anschlusstreffer von Benedikt Schopper, der mit einem harten Schuss ins Netz traf. 40 Sekunden vor dem Ende verließ Kovacic vorzeitig seinen Kasten. Doch die Gäste ließen nichts mehr anbrennen.

Die Pinguine können jetzt nur noch auf ein Wunder hoffen. Vorausgesetzt, sie gewinnen ihre drei restlichen Spiele. Und das ist schon schwer genug.

(RP)