Krefeld Pinguine: Pre-Play-offs ohne Pinguine

Krefeld Pinguine: Pre-Play-offs ohne Pinguine

Krefeld verlor Freitag beim Deutschen Meister Eisbären Berlin mit 2:4 und kann trotz der Kölner Niederlage Platz zehn nicht mehr erreichen. Sonntag steigt im König-Palast gegen Kassel das letzte Saison-Spiel. Freier Eintritt für Schulsportler. Fans appellieren an alle Eishockey-Interessierten.

Berlin/Eishockey Aus und vorbei! Die Pre-Play-offs finden in der kommenden Woche ohne Pinguine statt. Die Krefelder unterlagen gestern Abend beim Hauptrunden-Meister Eisbären Berlin erwartungsgemäß mit 2:4 und können Köln nicht mehr von Platz zehn verdrängen. Da die Haie gestern ihr Endspiel gegen Iserlohn verloren haben, wären die Schwarz-Gelben mit einem Sieg an der Spree noch im Rennen gewesen.

Doch vor 14 200 Zuschauern fehlte den Pinguinen der letzte Wille, um den großen Titelfavoriten bezwingen zu können. Damit ist morgen gegen Kassel das letzte Heimspiel der Saison (erstes Bully 14.30 Uhr) nur noch für die Statistik. Angesichts des drohenden Lizenz-Verkaufs richteten sich gestern viele Appelle aus dem Fan-Lager des KEV an alle Eishockey-Interessierten aus der Seidenstadt und Umgebung, morgen in den König-Palast zu kommen. Auch die Pinguine starteten gestern eine Aktion, damit der Saisonkehraus nicht vor einer Geisterkulisse stattfindet. Sportgruppen aller Krefelder Schulen, die sich am Projekt "Jugend trainiert für Olympia" beteiligen, haben gegen die Huskies freien Eintritt.

In Berlin war gestern die Messe für die Pinguine, die ohne den grippekranken Daniel Pietta angereist waren, schnell gelesen. Die Eisbären waren auch ohne vier Stammspieler Herr im Haus und stießen kaum auf Gegenwehr. Die Aktionen des KEV waren zu statisch. Die größte Torchance der Gäste vor der ersten Pause vergab Boris Blank in Überzahl.

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Ob die Nachricht, dass Köln nach dem ersten Drittel 0:3 zurück lag, den Pinguinen Beine machte? Jedenfalls vergab Charlie Stephens 25 Sekunden nach Wiederbeginn das 1:2. Stattdessen erhöhte A. Weiß Sekunden später auf 3:0. Hier und da tauchten die Krefelder im Laufe des Mitteldrittels mal vor dem Tor von Rob Zepp auf. Dabei war die erste Reihe am torgefährlichsten. Blank vergab das 1:3 (25.). Weil die Eisbären es ruhiger angehen ließen, konnte Stephens seinen 24. Saisontreffer (33.) erzielen.

Auch im Schlussdrittel mussten sich die Eisbären nicht sonderlich anstrengen. Die Pinguine vergaben sträflich gute Einschussmöglichkeiten. Allein Roland Verwey tauchte zweimal allein vor dem Berliner Tor auf, scheiterte aber an Zepp. Doch plötzlich wurde es nochmal spannend, weil Patrick Hager auf 2:3 verkürzte (55.).

Und drei Minuten vor Schluss waren die Pinguine in Überzahl, doch die blieb ohne Wirkung. Die Schwarz-Gelben drängten am Ende auf den Ausgleich, denn ein Sieg nach Verlängerung würde reichen, um die Kölner noch von Platz zehn verdrängen zu können. Doch als Torwart Scott Langkow vorzeitig sein Tor verlassen hatte, viel statt des 3:3 der vierte Treffer für die Gastgeber. Die Pre-play-offs waren endgültig futsch.

(RP)