Krefeld Pinguine: Pinguine wollen Lions bändigen

Krefeld Pinguine: Pinguine wollen Lions bändigen

Nach drei Siegen in Folge fahren die Krefelder heute mit breiter Brust zum Auswärtsspiel nach Frankfurt. Während Roland Verwey wieder einsatzfähig ist, drohen Michael Endraß und Richard Pavlikovsky auszufallen.

Eishockey Aus dem Dreikampf um Platz zehn in der DEL wurde am Sonntag ein Vierkampf um Platz neun und zehn. Dafür sorgten die Pinguine mit ihrem Heimsieg über Augsburg. Mit drei "Dreiern" in Folge katapultierten sich die Krefelder im Rennen um einen Pre-Play-off-Platz in eine glänzende Ausgangsposition. Sie haben es jetzt selber in Hand, beim Endspurt das ersehnte Ziel zu erreichen.

Vier Siege müssten reichen

Viele Experten rechnen damit, dass die Entscheidung erst am letzten Spieltag fallen wird. Für die Pinguine stehen noch sechs Spiele auf dem Programm. Gewinnen sie vier davon, dürften die Teilnahme an den Pre-Play-offs gesichert sein. Gleich heute können die Schwarz-Gelben in Frankfurt ihrer Erfolgsserie fortsetzen. Allerdings hängen die Trauben in der Eissporthalle am Ratsweg ziemlich hoch. Die Lions landeten nach der Olympiapause ebenfalls drei Siege in Folge und wollen am Ende der Hauptrunde unter den besten vier Teams stehen.

An den ersten Saisonauftritt in "Mainhatten" erinnert sich Rick Adduono gerne zurück. Denn dort feierte er seinen ersten Auswärtssieg (4:2) mit den Pinguinen. Und auch heute sollen die Lions gebändigt werden. "Wir müssen in Frankfurt hart auf Körper spielen und keinen Zentimeter Eis hergeben", sagte der Trainer gestern.

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So eine Vorstellung wie Sonntag gegen Augsburg im ersten Drittel dürfe sich sein Team nicht erlauben: "Da war ich ziemlich sauer. Aber wir konnten das in der Pause korrigieren." Er baut heute auf die Moral und den Charakter, mit dem sein Team das Match noch drehte: "Wenn man in die Play-offs will, darf uns ein 0:2-Rückstand nichts ausmachen." Der Wendepunkt sei Sonntag der zweite Treffer (Vasiljevs) gewesen: "Danach konnte ich an der Bande fühlen, dass die Energie in meinem Team zurückkehrt."

Zum Glück ließen sich die Pinguine am Sonntag bei ihrer Aufholjagd nicht von den Unparteiischen stoppen. Die Leistung von Hauptschiedsrichter Hascher aus Miesbach war ziemlich mies. Und seine beiden Linienrichter drohten, bei den Bullys einzuschlafen.

Roland Verwey, der Sonntag wegen einer Magen-Darm-Infektion nicht dabei war, trainierte gestern schon wieder mit und wird heute auflaufen. Dagegen fehlten gestern Michael Endraß (Grippe) und Richard Pavlikovsky, der nach wie vor unter Hüftproblemen leidet. Ob er heute mit nach Frankfurt fährt, soll nach dem Abschlusstraining feststehen. "Richard muss die Entscheidung treffen. Wenn er mitfährt, werden wir ihn in Überzahl einsetzen", sagte Trainer Adduono.

Ziemlich lange ist die Verletztenliste der Lions. Gleich drei Verteidiger und vier Stürmer fallen aus. Und das schon seit der Olympiapause. Um so erstaunlicher, dass die Hessen so erfolgreich sind. "Das war bei uns zunächst auch so, als sieben oder acht Spieler fehlten", sagt Adduono. Aber je länger so viele Akteure fehlten, um so schneller gingen dem KEV die Kräfte aus. Vielleicht auch heute bei den Lions.

(RP)