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Lokalsport: Pinguine verkaufen sich erneut sehr gut

Lokalsport : Pinguine verkaufen sich erneut sehr gut

Eishockey: Auch im zweiten Duell mit dem finnischen Meister Kärpät Oulu waren die Krefelder gestern trotz der 1:4-Niederlage ein schlagkräftiger Gegner. Daniel Pietta erzielte in der "Energie Areena" den einzigen Treffer des KEV.

Finnland war wie im Vorjahr für die Pinguine keine Reise wert. Allerdings verkauften sich die Krefelder gestern Abend im Match beim finnischen Meister Kärpät Oulu deutlich besser als 2014 bei der 1:6-Niederlage in Helsinki. Vor einer zwar ansehnlichen, aber wenig stimmungsvollen Kulisse hielten die Schwarz-Gelben bis zum dritten Gegentreffer sehr gut mit. Dafür sorgte auch Torwart Tomas Duba, der besonders im ersten Drittel mit tollen Paraden einen Rückstand verhinderte. Technisch und läuferisch waren die Finnen wie schon vor einer Woche im König-Palast eine Klasse besser. Lehrgeld zahlten die Pinguine in der europäischen Königsklasse des Eishockeys nicht.

In Oulus Lokalzeitung Kaleva war am Morgen zu lesen, dass sich Kärpät für das erste Spiel der neuen Saison auf eigenem Eis sehr viel vorgenommen hat und sich den Fans meisterlich präsentieren will. Ferner geriet das gerade 18-jährige Stürmertalent Sebastian Aho in die Schlagzeilen, der sich am Dienstagabend im Training verletzt hatte. Dafür ist seit dem Gastspiel der Finnen in Wien deren 17-jähriges Ausnahmetalent Jesse Puljujarvi in aller Munde. In der österreichischen Hauptstadt saßen 20 Scouts aus Nordamerika auf der Tribüne und verfolgten den Auftritt des Stürmers.

Wie von den Verantwortlichen der Finnen erwartet, wollten über 4000 Zuschauer die Saisonpremiere des Meisters sehen. Darunter sechs KEV-Fans, die sich auf das erste CHL-Auswärtsspiel der Pinguine freuten. Kurz vor dem Auftaktbully traf auch Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz gemeinsam mit Werner Classen, dem Prokuristen der Firma Schulz, ein. Beide verfolgten gemeinsam mit den drei Angestellten aus der Pinguine-Geschäftsstelle das Spiel von einer Loge aus. Sie sahen keinen guten Beginn der Schwarz-Gelben. In der fünften Minute traf der Tscheche Huml, der auch in Krefeld das erste Tor gegen seinen Landsmann Tomas Duba erzielt hatte, mit einem platzierten Schuss ins lange untere Eck. Als nur eine Minute später Mike Mieszkowski von der Strafbank kam und der Finne Laatikainen dort noch saß, sorgte Daniel Pietta aus spitzem Winkel mit einem wahren Kunstschuss für den ersten Krefelder CHL-Treffer der neuen Saison. Bis zur ersten Pause blieb das Match spannend. Beide Teams konnten Abpraller nicht zur Führung nutzen. Auch zu Beginn des Mitteldrittels hielten die Pinguine weiter prima mit. Pech hatte Torwart Duba, als ihm bei einer Direktabnahme zur erneuten Führung der Hausherren die Sicht versperrt war. Das Pech blieb den Pinguinen weiter treu. Mit einem unhaltbaren Abpraller erhöhte Kärpät auf 3:1. Damit war die frühe Vorentscheidung gefallen. Der Rest war nur noch für die Statistik. Für die Krefelder galt es bis zum Spielende, Körner für das Auswärtsspiel am Samstag in Wien zu sparen. Den Finnen ist der Gruppensieg kaum noch zu nehmen. Es kommt nun für die Krefelder gegen Wien zu zwei Endspielen um Platz zwei. Dabei würde am Ende bei gleicher Punktzahl der direkte Vergleich zählen.

(RP)