Krefeld Pinguine: Pinguine und Köpa wollen Streit ohne Gericht beilegen

Krefeld Pinguine: Pinguine und Köpa wollen Streit ohne Gericht beilegen

Gut drei Stunden lang trafen sich am Mittwochnachmittag Vertreter der Krefeld Pinguine und der Seidenweberhaus GmbH als Betreiber des KöPa vor dem Krefelder Landgericht. Im Raum 173 fand eine richterliche Mediation statt.

Eine moderne Konfliktlösungsmethode also, bei der die Beteiligten mit Hilfe eines Mediators (Richter) gemeinsam zu einer dauerhaften Problembereinigung gelangen. Grundlage war eine vom Aufsichtsrat der Seidenweberhaus GmbH beschlossene Schadensersatzklage gegen die Pinguine, die im März vor dem Play-off-Viertelfinal-Auftakt gegen den ERC Ingolstadt den Kartenvorverkauf vom KöPa ohne Rücksprache mit dem Hallenbetreiber übernommen hatten (die RP berichtete am 12.3. exklusiv). Hintergrund war ein Guthaben in Höhe von fast 68 000 Euro aus Ticketverkäufen, das die Seidenweberhaus GmbH nicht an die Pinguine abgeführt haben soll. Nach Eingang der Klage hatten die Pinguine ihrerseits der Seidenweberhaus GmbH Leistungen im Wert von rund 300 000 Euro in Rechnung gestellt, die laut Vertrag, so die Pinguine, nicht erbracht wurden.

"Wir sind auf einem guten Weg. Ich denke, dass es keinen Gerichtstermin mehr geben wird. Das war heute ein wichtiger Schritt für das Krefelder Eishockey", sagte Pinguine-Geschäftsführer Robert Haake. Beide Seiten hätten vereinbart, keine Einzelheiten der Meditation, die vom Landgerichts-Präsidenten Gerd Waldhausen geleitet wurde, zu veröffentlichen. "Momentan bleibt alles wie es ist. Wir können jetzt in Ruhe in die neue Saison gehen", erklärte Haake am Abend gegenüber unserer Zeitung. Die nächste außergerichtliche Gesprächsrunde sei aber noch nicht terminiert. Paul Keusch, Geschäftsführer der Seidenweberhaus GmbH, war gestern für eine Stellungnahme telefonisch nicht zu erreichen.

(hgs)
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