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Pinguine-Torjäger Daniel Pietta stellt im Derby Rekord auf

Derby-Niederlage nach Verlängerung : Daniel Pietta stellt im Derby Rekord auf

Der Stürmer der Pinguine erzielte im Auswärtsspiel gegen die DEG beim 2:3 nach Verlängerung seinen 18. Saisontreffer, was für ihn in der DEL die persönliche Hauptrunden-Bestleistung ist. Sonntag Saison-Ausklang gegen München.

Drei Minuten vor dem Ende des letzten Saison-Derby der Pinguine hofften die 700 mitgereisten KEV-Fans unter den 13205 Zuschauern im Rather ISS-Dome noch auf einen Sieg ihrer Mannschaft. Doch die vergab in Überzahl den Siegtreffer und musste sich in der Verlängerung in Unterzahl mit 2:3 geschlagen geben. Den einen Zähler nahmen die Pinguine völlig verdient mit auf die kurze Heimreise. Sie gaben sich auch nach dem 0:2-Rückstand  nicht geschlagen und waren nach dem Ausgleich in einigen Phasen dem Sieg näher als die DEG. Jetzt  gilt es für die Mannschaft, sich am Sonntag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den Hauptrundenmeister München mit einer guten Leistung in den Urlaub zu verabschieden.

Die Ausgangsposition war vor dem ersten Bully klar. Die DEG wollte gewinnen, um sich direkt fürs Play-off-Viertelfinale zu qualifizieren, die Pinguine wollten das verhindern. Die Gäste setzten ihr Vorhaben zunächst besser um und hatten durch Daniel Pietta und Jeremy Welsh die ersten Torchancen. Nach acht Minuten wurde der Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Garrett Noonan kassierte eine Strafe und Verteidiger Jensen erzielte nach nur sieben Sekunden mit dem erst zweiten Torschuss der DEG die Führung. Torwart Oskar Östlund war bei dem Fernschuss gänzlich die Sicht versperrt. Dieser Treffer gab den Hausherren Rückenwind. Östlund hatte Glück, als Flaake nur den Pfosten traf.

Die Pinguine eröffneten das zweite Drittel in Unterzahl, weil Travis Ewanyk noch eine Reststrafe aus dem ersten Drittel absitzen musste. Fünf Minuten nach Wiederbeginn holte Philip Riefers bei einem Solo die erste Strafe gegen die DEG heraus. Doch statt des Ausgleichs fiel das 2:0. Grant Besse leistete sich einen Pass ins Leere. Die DEG startete einen Konter. Jensen kam gerade von der Strafbank und lenkte einen Schuss von Olimb unhaltbar in die Maschen. Doch nur 145 Sekunden später erzielte Pietta den lange überfälligen ersten Treffer der Krefelder (30.). Ausgerechnet im Derby stellte er damit in seiner Karriere mit 18 Saisontreffern einen neuen Bestwert auf. In den Spielzeiten 11/12 und 14/15 waren ihm jeweils in der Hauptrunde 17 Treffer gelungen. Das Momentum wechselte nach dem Anschlusstreffer auf die Krefelder Seite. Gerade als eine Strafe gegen die DEG ablief, vergaben Ewanyk und Hospelt die große Chance zum Ausgleich. Den besorgte dann aber Bruggisser, der im Slot den Puck Torwart Niederberger durch die Schoner über die Linie drückte (39.).

Die Düsseldorfer hatten sich in der Pause bestimmt viel vorgenommen. Denn sie machten zu Beginn des Schlussdrittels viel Druck. Den hielten die Pinguine stand, auch als Welsh auf der Strafbank saß. Die Pinguine kamen danach wieder besser ins Spiel und vergaben drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit in Überzahl den Siegtreffer. Dann gerieten Ewanyk und Jensen kurz vor dem Ende aneinander. Der Krefelder musste zwei Minuten länger auf die Strafbank. Die ersten 75 Sekunden der Verlängerung mussten die Pinguine in Unterzahl bestreiten. Die reichten den Hausherren zum Siegtreffer.