Pinguine: Strafbankkönig Ewanyk bleibt

Deutsche Eishockey-Liga : Pinguine: Strafbankkönig Ewanyk bleibt

Der Vertrag mit dem Deutsch-Kanadier wurde am Mittwoch um ein Jahr verlängert. Trainer Brandon Reid würdigt die Entwicklung des Mittelstürmers. In der Abwehr bahnt sich eder Tausch James Bettauer gegen Kevin Schmidt an.

Einen tough guy (harter Kerl) braucht jedes Eishockey-Team. Denn wenn es hart auf hart kommt, flößen solche Spielertypen den Gegnern auf dem Eis den notwendigen Respekt ein. Travis Ewanyk ist so ein Typ, was er in der abgelaufenen Saison unter Beweis stellte, besonders Ende November im Heimspiel gegen Iserlohn bei seinem Boxkampf gegen Travis Turnbull. Unter den Strafbankkönigen der DEL-Hauptrunde belegte er mit 96 Minuten Rang sechs.

Am Mittwoch verlängerten die Krefelder den Vertrag mit dem Deutsch-Kanadier um eine weitere Spielzeit. Damit geht der 26-jährige Mittelstürmer, der 2011 von den Edmonton Oilers im „NHL Entry Draft“ in der dritten Runde ausgewählt wurde, in seine zweite Saison an der Westparkstraße. Im vergangenen August war er von Wichita Thunder (ECHL) nach Krefeld gewechselt. „Travis musste sich erst an die Spielweise in der DEL gewöhnen, weshalb es im September und Oktober schwierig für ihn gewesen ist. Insbesondere in dieser Phase haben wir viel mit ihm gesprochen. Er hat zugehört, gelernt und sein Spiel an die DEL angepasst. Besonders wichtig ist Travis für uns in Unterzahlsituationen. Insgesamt ist er ein mannschaftsdienlicher Stürmer, der hart arbeitet, auf seine Teamkollegen aufpasst und jederzeit für sie einsteht“, sagt Cheftrainer Brandon Reid über den 186 cm großen und 90 kg schweren Angreifer, der im letzten Saisonviertel seine besten Spiele im schwarz-gelben Trikot ablieferte.

Krefeld ist für Travis Ewanyk die erste Station außerhalb Nordamerikas. In der AHL kam er in insgesamt 207 Spielen (15 Tore und 15 Vorlagen) und in der ECHL in 146 Spielen (34 Tore und 46 Vorlagen) zum Einsatz. „Eigentlich habe ich mich in Krefeld schnell wohl gefühlt und auch eine ordentliche Vorbereitung gespielt. Als die Meisterschaftsspiele im September angefangen haben, hatte ich jedoch Schwierigkeiten und musste meine Spielweise ändern. Ich war übermotiviert, was das „Timing“ meiner Checks betrifft und habe im taktischen Bereich schlechte Entscheidungen getroffen. Im Grunde wollte ich zu schnell zu viel und habe mich dabei selbst zu sehr unter Druck gesetzt. Die Pause im November ist wichtig gewesen. Danach habe ich mich auf die Kleinigkeiten konzentriert und konnte mich deutlich steigern. Nächste Saison werde ich daran anknüpfen und mich weiter verbessern. Ich möchte konstant mein bestes Eishockey spielen“, sagte Ewanyk zu seinen Eingewöhnungsschwierigkeiten und seinen Erwartungen an sich selbst, was die neue Spielzeit betrifft. In 40 Spielen kam der teaminterne Strafbankkönig auf zwei Tore und fünf Vorlagen.

Ob neben Youngster Philipp Kuhnekath noch weitere Spieler des bisherigen Kaders bleiben werden, ist nicht abzusehen. Bei James Bettauer stehen die Zeichen auf Abschied. Der Verteidiger ist bei den Iserlohn Roosters im Gespräch. So zeichnet sich ein Tausch ab. Denn vom Seilersee wird wohl Verteidiger Kevin Schmidt zu den Pinguinen kommen.

Mehr von RP ONLINE