2:3-Niederlage n.P. Die Pinguine stecken in einem Formtief

Krefeld · Beim DEL2-Aufsteiger Eisbären Regensburg mussten sich die Krefelder am Dienstagabend vor 2297 Zuschauern mit 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Torwart Sergei Belov verhinderte eine Niederlage nach 60 Minuten.

 Mit einer schönen Körpertäuschung schickte Dennis Miller den Regensburger Torwart Devin Williams in die falsche Ecke.

Mit einer schönen Körpertäuschung schickte Dennis Miller den Regensburger Torwart Devin Williams in die falsche Ecke.

Foto: Krefeld Pingine/Krefeld Pinguine

Am Nikolausabend wurden die Pinguine vom Knecht Ruprecht erwischt und unterlagen in Regensburg mit 2:3 nach Penaltyschießen. Wie schon zuvor in Crimmitschau und gegen Bayreuth waren die Schwarz-Gelben von ihrer Bestform weit entfernt. Ein Unterschied zwischen einem DEL2-Aufsteiger und einem DEL-Absteiger war nicht zu erkennen. Die Gäste konnten sich bei Torwart Sergei Belov bedanken, der wieder ein starker Rückhalt war und eine Pleite nach 60 Minuten verhinderte.

Bei frostigen Temperaturen trafen die Pinguine pünktlich in Regensburg ein. Schnee lag in der Donau-Metropole nicht. Im Lager der Gastgeber hatte man sich die Revanche für die 0:5-Niederlage in Krefeld auf die Fahne geschrieben. Personelle Probleme gab es bei den Eisbären nicht, im Gegenteil. Ein Kontingentspieler musste sogar auf der Tribüne Platz nehmen.

Bei den Pinguinen blieb es bei der angekündigten Aufstellung. Vom Bully weg nahmen die Eisbären das Heft in die Hand und setzten die Gäste unter Druck. Torwart Sergei Belov knüpfte gleich nahtlos an seine Glanzvorstellung gegen Bayreuth an und verhinderte einen frühen Rückstand.

In der 12. Minute musste ein Eisbär auf die Strafbank. Zunächst scheiterte Dennis Miller am Torwart, dann Alex Weiß am Pfosten. Im zweiten Versuch machte es Miller viel besser. Ein Querschläger landete im Slot auf seinem Schläger. Er täuschte Torwart Williams und schob den Puck zur Führung über die Linie (18.).

Auch zu Beginn des Mitteldrittels war es Belov, der gleich bei zwei guten Einschussmöglichkeiten der Gastgeber den Ausgleich verhinderte. Dann waren es aber die Pinguine, die bis zur zweiten Pause hauptsächlich den Ton angaben. Dreimal vergab Müller den nächsten Treffer, dann Miller und Krymskiy, der bei einem Solo an Torwart Williams scheiterte (38.). In den letzten beiden Minuten des Drittels waren die Regensburger in Überzahl. Dabei war Belov wieder mit einem tollen Save zur Stelle.

Im Schlussdrittel waren keine drei Minuten gespielt, da verschlug es dem gutem Dutzend KEV-Fans den Atmen. Denn binnen 138 Sekunden hatten die Eisbären zweimal eine Überzahl zur 2:1 Führung genutzt. Zunächst saß Zerressen auf der Strafbank, dann Drobyskin. Von diesem Rückstand erholten sich die Krefelder nur schwer. Als Weiß auf die Strafbank musste (55.), vergab Niederberger bei einem Break den Ausgleich. Zwei Minuten vor dem Ende erhielten die Eisbären eine durchaus umstrittene Strafe. Bei der Überzahl nahm Müller Maß und sorgte mit einem Treffer ins lange obere Eck für den Ausgleich. In der Verlängerung war es Belov, der bei vier Chancen der Regensburger eine Niederlage verhinderte. Im Penaltyschießen hatte er diesmal nicht das Glück des Tüchtigen und musste zwei Treffer hinnehmen. Für die Pinguine traf nur Müller, Magwood und Mouillierat scheiterten an Torwart Williams.

„Wir tun uns generell schwer, Spiele zu gewinnen. Wir schaffen es immer wieder, uns selber in den Fuß zu schießen. Aber man auch fairerweise sagen, dass Regensburg über die 60 Minuten frischer und auch besser waren. Ich bin froh, dass wir wenigstens noch den einen Punkt haben“, sagte Trainer Peter Draisaitl nach dem Spiel.