Krefeld Pinguine: Pinguine ohne Glück

Krefeld Pinguine: Pinguine ohne Glück

Die Krefelder mussten sich am Dienstag bei den Straubing Tigers vor 4102 Zuschauern mit 1:3 geschlagen geben und vergaben damit die große Chance, nochmal an Köln heran zu kommen.

Vielleicht fehlte den Pinguinen am Dienstag im Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers der feste Glaube, die Pre-Play-offs noch erreichen zu können. Sie bemühten sich zwar vor 4102 Zuschauern im Stadion am Pulverturm, die drei Punkte mit auf die lange Heimreise nehmen zu können.

Doch letztendlich fehlte der unbändige Wille und das notwendige Glück. Dabei wären die Schwarz-Gelben mit einem Erfolg wieder aussichtsreicher im Rennen gewesen: Köln unterlag in Mannheim. Doch jetzt können sich die Haie am Freitag mit einem Heimsieg über die abgeschlagenen Iserlohner Platz zehn endgültig sichern.

Nach einer stressfreien und zügigen Anreise waren die Pinguine zwei Stunden vor dem Spiel am Straubinger Stadion aus ihrem Mannschaftsbus gestiegen. Auch Jim Fahey war trotz einer Fußprellung dabei. Für den gesperrten Sinan Akdag kam Daniel Cespiva ins Team.

Die Zuversicht, die die Krefelder vor dem ersten Bully ausstrahlten, spiegelte sich gleich auf dem Eis wider. Nach 110 Sekunden vergab Serge Payer eine Großchance zur Führung. Wenig später verfehlte Michael Endraß nur knapp das Tor von Mike Bales. Trainer Adduono schickte nach vier Minuten sogar die vierte Sturmreihe aufs Eis.

Doch die feierte einen schlechten Einstand. Denn die Tigers gingen bei ihrem ersten Torschuss durch Bassen in Führung (5.). Das schockte die Pinguine. Sie überstanden zwar ihre erste Unterzahl, tauchten aber bis zur 14. Minute nicht mehr gefährlich vor das Straubinger Tor auf. Erst in der Schlussphase des ersten Drittels drängten sie auf den Ausgleich — vergeblich.

Auch die Anfangsphase des Mitteldrittels gehörte den Pinguinen. Zwischen der 21. und 25. Minute vergaben Pietta, Stephens, Vasiljevs und Rourke den Ausgleich. Danach mussten die Gäste erstmal einige brenzlige Unterzahlsituationen überstehen. Bei Hälfte des Spiels gerieten Hager und Röthke heftig aneinander.

Dabei wurde der Krefelder böse im Gesicht erwischt und musste in der Kabine genäht werden. Für den ausgeknockten Hager fuhr Pietta Doppelschichten in der zweiten Reihe. Der vierte Sturm wurde nicht mehr auf dem Eis gesehen. Das Match war bis zur zweiten Pause ausgeglichen. Allerdings ergaben sich für die Tigers die klareren Einschussmöglichkeiten. Die größte verhinderte Torwart Langkow, als Trew allein auf ihn zulief (33.). Als Stephens in der 38. Minute seine zweite Strafzeit kassierte, erhöhte Trew auf 2:0.

Das halbe Dutzend KEV-Fans, zwei waren kurzfristig aus ihrem Skiurlaub in Saalbach angereist, wirkten vor dem Schlussdrittel nicht gerade hoffnungsvoll. Nach Wiederbeginn vergaben die Pinguine in Überzahl die große Chance, früh den Anschlusstreffer zu erzielen. Der gelang Verteidiger Allan Rourke mit einem abgefälschten Schlagschuss (48.).

Die Schwarz-Gelben drängten nun auf den Ausgleich, wurden allerdings durch eine Strafe von Cespiva gestoppt. Danach blieben immer noch fünf Minuten, um wenigstens noch die Verlängerung zu erreichen. Doch eine klare Torchance konnten sie sich nicht mehr herausspielen. Auch nicht, nachdem Langkow 58 Sekunden vor Schluss seinen Kasten vorzeitig verlassen hatte. Stattdessen machten die Hausherren alles klar.

(RP)