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Pinguine-Keeper Patrick Klein: Unser System hilft auch mir

Pinguine-Keeper Patrick Klein : „Unser System hilft auch mir“

Der Torwart der Krefeld Pinguine war beim Testspiel in Iserlohn ein starker Rückhalt für die Mannschaft. Der 24-Jährige ist nach den ersten beiden Trainingswochen  von der Arbeit mit Co-Trainer Pierre Beaulieu begeistert.

Als die Krefeld Pinguine am vergangenen Freitag nach der 2:3-Niederlage n.P. in Iserlohn das Eis verließen, verschwanden sie mit gemischten Gefühlen in ihre Kabine. Sie ärgerten sich über die Niederlage, weil sie spielerisch die bessere Mannschaft waren und weil der Trainer auch Testspiele  unbedingt gewinnen will. Durchaus zufrieden waren sie, weil sie sich durch eigene Fehler,  wie beim Treffer zum 1:2,  und durch die vielen Strafen der sehr kleinlich pfeifenden Schiedsrichtern nicht haben  aus dem Konzept bringen lassen. In diese Richtung ging hinterher die Aussage von Nationalstürmer Daniel Pietta: „Gegenüber dem Spiel in Köln haben wir einen Schritt nach vorne gemacht, spielerisch lief es schon ganz gut. Wir müssen aber unsere Chancen besser nutzen. Die Gegentore haben wir uns ja fast selber rein getan. Mit den Strafzeiten müssen wir natürlich aufpassen, wenn die Schiedsrichter so pfeifen“.

Trainer Brandon Reid sparte nicht mit Lob: „Taktisch haben wir ein paar Dinge gegenüber dem Spiel in Köln verändert, das haben die Spieler prima umgesetzt und ein gutes Spiel gemacht. Wenn uns Fehler unterlaufen,  bekommen wir natürlich Probleme. So ein Fehler in der neutralen Zone wie beim 1:2 darf  natürlich nicht passieren. Meine Mannschaft hat in den vielen Unterzahlsituationen einen großen Willen gezeigt. Patrick Klein hat viele gefährliche Schüsse gut gehalten. Die vielen Strafzeiten sind auf die neue Regelauslegung der Schiedsrichter zurück zuführen.“

Auch mit den Debütanten Vinny Saponari und Travis Ewanyk zeigte sich der Coach zufrieden, vor allem für Ewanyk hatte er noch ein Sonderlob parat: „Travis zeigte eine gute Leistung, er hat viel Energie aufs Eis gebracht.“ Mit diesen beiden Spielern ist der Kader nicht nur quantitativ,  sondern auch qualitativ breiter aufgestellt als in der vergangenen Saison. Dadurch entwickelt sich bereits jetzt ein gesunder Konkurrenzkampf, der sicher bis kurz vor dem ersten Meisterschaftsspiel am 14. September gegen Bremerhaven anhalten wird. Denn dann dürfen nur noch 19 Feldspieler auf den Spielberichtsbogen erscheinen,  und da will jeder dabei sein.

Während bei den Feldspielern der Kampf um die Plätze im Kader tobt, herrscht auf der Torwartposition mit Dimitri Pätzold und Patrick Klein eigentlich Klarheit. Klar ist aber auch, dass nur einer im Tor steht. Hier ist  noch nicht abzusehen, wer das Rennen macht. Einen starken Eindruck hinterließ am Freitag Patrick Klein. „Es war ein gutes Spiel von unserer Seite. Im ersten Drittel haben wir wenig zugelassen, im zweiten Drittel ist Iserlohn dann besser reingekommen. Das letzte Drittel war dann ausgeglichen. In der Verlängerung haben wir wegen der vielen Strafzeiten unter Druck gestanden, aber ganz toll gekämpft. Meine Mitspieler haben viele Schüsse geblockt und mir  sehr geholfen“, sagte der 24-Jährige nach dem Spiel. Klein, der in der vergangenen Saison von seinen Vorderleuten  ab und an im Stich gelassen wurde und nun auch zum ersten Mal in Krefeld mit Pierre Beaulieu einen Torwarttrainer an seiner Seite hat, sagt zu den Veränderungen bei den Pinguinen: „Wir haben ein gutes Mannschaftsgefüge und spielen ein System,  wo jeder weiß, wo der andere steht, das hilft mir auch als Torhüter. Die Arbeit mit Pierre ist Klasse. Er arbeitet immer vor oder nach dem Mannschaftstraining  mit uns auf dem Eis und führt in der Kabine viele Gespräche.“

In dieser Woche will Trainer Reid  weiter daran arbeiten, dass das neue System seinen Spielern in Fleisch und Blut übergeht. Am kommenden Wochenende stehen beim Turnier in Dresden  die nächsten Testspiele auf dem Programm.