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Pinguine-Kapitän Martin Schymainski wechselt zu Iserlohn Roosters

Wechsel perfekt : Pinguine-Kapitän Martin Schymainski geht nach Iserlohn

Mit dem Abgang des Kapitäns verlieren die Krefeld Pinguine nach Daniel Pietta ihre zweite starke Identifikationsfigur. Die Gründe liegen auf beiden Seiten nicht im wirtschaftlichen Bereich. Weitere personelle Veränderungen sind nicht ausgeschlossen.

Kostenpflichtiger Inhalt Die Trennung der Krefeld Pinguine und Martin Schymainski, über die unsere Redaktion am Sonntag berichtete, ist perfekt. Am Dienstag kam es zur Vertragsauflösung zwischen dem 35 Jahre alten Stürmer und dem Verein. Schymainski wechselt zum Ligakonkurrenten Iserlohn Roosters und wird bereits am kommenden Freitag im Trikot der Sauerländer im Heimspiel gegen Krefeld auflaufen.

Schymainski trifft in Iserlohn auf einen alten Bekannten. Torsten Ankert, der für die Nationalmannschaft beim Deutschland-Cup spielte, ist dort Mannschaftskapitän. Dieses Amt hatte er auch in Krefeld in der Saison 2019/20 inne. Auch in der Corona-Spielzeit 2020/21 sollte Ankert bei den Pinguinen das „C“ auf der Brust tragen. Nach einem Streit mit Multifunktionär Sergey Saveljev verließ er aber genau wie drei weitere Spieler den Klub und wechselte ins Sauerland. Dort wurde er gleich Mannschaftskapitän. Sein Nachfolger bei den Pinguinen wurde Martin Schymainski.

Die Pinguine haben binnen 18 Monaten zwei Urgesteine und Vorbilder für den Eishockey-Nachwuchs verloren. Im Mai 2020 wurde Nationalstürmer Daniel Pietta trotz eines laufenden Vertrages aussortiert. Wenn nun Schymainski von Bord geht, wäre das kein gutes Zeichen für die Fans der Schwarz-Gelben. Schließlich war er nicht nur Kapitän, sondern auch der Publikumsliebling. Pietta und Schymainski waren Identifikationsfiguren, mit ihnen verbanden die Fans Heimat und Tradition. Man darf gespannt sein, wie die Fans auf den Abschied von „Schimmi“ reagieren. Spätestens beim Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Bremerhaven (19 Uhr) wird das zu sehen sein. Möglich auch, dass sich viele Fans am Freitag auf den Weg nach Iserlohn machen, um neben dem KEV auch „Schimmi“ im Trikot seines neuen Arbeitgebers anzufeuern.

Der nur 168 Zentimeter große Stürmer lebt absolut für seinen Beruf als Profi, zeigte auf und neben dem Eis immer eine vorbildliche Einstellung und engagiert sich in Krefeld auch für den Eishockey-Nachwuchs. Für den zweifachen Familienvater und glühenden Fan des MSV Duisburg dürften Differenzen mit der sportlichen Führung der Hauptgrund für seinen Wechsel sein. Möglich, dass er bei seinem neuen Arbeitgeber sogar finanzielle Abstriche machen muss. Sportliche Zufriedenheit steht bei ihm, der in Duisburg geboren wurde, alle Nachwuchsmannschaften des KEV durchlief und seit 2012 ununterbrochen den Pinguine-Frack trägt an erster Stelle.