Krefeld Pinguine: Pinguine jetzt auf Platz zehn

Krefeld Pinguine: Pinguine jetzt auf Platz zehn

Im gestrigen Heimspiel gegen Augsburg drehten die Krefelder den Spieß nach einem 1:3-Rückstand noch um. Knapp 5000 Zuschauer sahen ein Match mit Play-off-Charakter. Torwart Scott Langkow wieder überragend.

Eishockey 30 Minuten lang sah es nicht so aus, dass die Pinguine in ihrem 50. Saisonspiel als Sieger das Eis verlassen werden. Doch sie drehten nach einem 1:3-Rückstand das Match, das Play-off-Charakter besaß. Mit diesem Erfolg verdrängten die Krefelder Iserlohn vom zehnten Tabellenplatz. Nur ein Treffer fehlte dem KEV gestern, dann wären sie sogar auch noch an Augsburg vorbeigezogen.

Ohne Verwey und Globke

Der Auswärtssieg in Ingolstadt sorgte bei den Fans für Heißhunger auf Eishockey. Bei Spielbeginn standen immer noch viele Zuschauer vor den Kassen. Zusätzlich sorgte eine Freikartenaktion der SWK für gut gefüllte Ränge. Bei den Pinguinen war die gute Stimmung nach dem Erfolg von Freitag schnell verflogen. 13 Stunden hatten sie wegen des Schneesturms auf der A3 für ihre Rückfahrt gebraucht und konnten deswegen Samstag nicht trainieren. Zudem ist für Rob Globke die Saison wegen einer Knieverletzung zu Ende. Roland Verwey musste gestern mit einer Magen-Darm-Infektion passen.

Die Augsburger hatten eine optimale Vorbereitung. Sie waren bereits am Samstag angereist. Und sie gaben vom Auftaktbully weg zu erkennen, dass sie mit den Pinguinen einen lästigen Konkurrenten im Kampf um einen Pre-Play-off-Platz durch einen Auswärtssieg abschütteln wollen. Gerade 45 Sekunden waren gespielt, da erzielte Ryan nach einem missglückten Handpass von Allan Rourke vor dem eigenen Tor die Führung.

Von den Hausherren gab es nach fünf Minuten das erste Lebenszeichen. Daniel Pietta, der Freitag in Ingolstadt seinen 50. DEL-Treffer erzielt hatte, traf den Pfosten. Das gleich Pech hatte Boris Blank beim ersten Überzahlspiel der Krefelder (8.). Besser zielte in Überzahl der Augsburger Engelhardt, der mit einem fulminanten Schlagschuss auf 2:0 erhöhte. Die Gastgeber drängten auf den Anschlusstreffer. Doch Schiri Hascher stoppte sie mit teilweise seltsamen Strafen. Fünf Minuten vor den Pause fasste sich dann Michail Kozhevnikov ein Herz und traf mit einem Schlagschuss, bei dem Torwart Endras ziemlich alt aussah.

Auch im Mitteldrittel erwischten die Gäste den besseren Start. Der pfeilschnelle Olver enteilte bei einem Konter Verteidiger Fahey und hob die Scheibe im Fallen unter die Latte. Die Pinguine schockte das nicht. Fortan entwickelte sich ein packendes Match. Nach einer halben Stunde erzielte Herberts Vasiljevs den Anschlusstreffer. Die tolle Vorarbeit leistete Blank, der sich drei Minuten später mit seinem Ausgleichstreffer selber belohnte. Und es kam noch besser. 53 Sekunden vor der zweiten Pause staubte Michi Endraß in Überzahl ab. Die Gäste hatten bei diesem offenen Schlagabtausch ebenfalls gute Torchancen, die größte machte Torwart Scott Langkow mit einer Glanzparade zunichte (36.).

Ohne den angeschlagenen Richard Pavlikovsky kamen die Pinguine zum Schlussdrittel aufs Eis und gerieten stark unter Druck. Doch bei ihrem ersten Angriff erhöhte Pietta auf 5:3. Die Panther gaben nicht auf. Bei ihrer nächsten Überzahl verhinderte Langkow mit einem tollen Reflex den Anschlusstreffer. Zehn Minuten vor Schluss schloss Patrick Hager einen herrlichen Spielzug zum 6:3 ab. Das war die Entscheidung.

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(RP)