Pinguine fegen zahnlose Haie vom Eis

8:2-Sieg im rheinischen Derby : Pinguine fegen zahnlose Haie vom Eis

Krefeld gewann das Derby gegen Köln mit 8:2. Vor 7174 Zuschauern begeisterte die Mannschaft von Trainer Pierre Beaulieu ihre Fans mit einem sicheren Oskar Östlund im Tor bis zur letzten Minute. Sonntag in Augsburg zu Gast.

Vom letzten rheinischen Derby der Pinguine in dieser Saison auf eigenem Eis werden die KEV-Fans bestimmt noch im Sommer reichlich schwärmen. Mit einer sehr effektiven Chancenauswertung und einem guten Unterzahlspiel fegten die Schwarz-Gelben die in der Abwehr ziemlich zahnlosen Kölner Haie vor 7147 Zuschauern vom Eis der Yayla-Arena. 51:21-Torschüsse standen am Ende für die Gäste vom Dom auf dem Konto. Doch Krefelds neuer Torwart Oskar Östlund bot bei seinem DEL-Debüt eine sehr gute Leistung und stahl seinem Gegenüber und schwedischen Landsmann Gustav Wesslau die Show. Bei den Gastgebern ragten auch die Stürmer Grant Besse (vier Scorerpunkte) und Laurin Braun heraus. Letzterer verbuchte in seinem 500. DEL-Spiel gleich fünf Scorerpunkte. Nichts Neues gab es am Freitag leider in der Auseinandersetzung mit Mikhail Ponomarev. Es laufen im Hintergrund weiter viele Gespräche, um die Bedingungen für die Übernahme der Anteile der Energy Consulting festzulegen. Eventuell kann am Montag mit einer Entscheidung gerechnet werden.

Das Derby gegen die Haie war wahrscheinlich der letzte größere Zahltag für die Pinguine. Die Ränge waren beim Auftaktbully besser gefüllt als erwartet. Obwohl die Kölner ihre Fans zuletzt nicht gerade begeisterten, waren gut 400 mit nach Krefeld gekommen. Vor dem Spiel wurde Laurin Braun für sein 500. DEL-Spiel geehrt. Der Stürmer bedankte sich bereits nach 39 Sekunden mit einem Scorerpunkt und bereitete den Führungstreffer von Grant Besse vor. Die Pinguine überstanden zwei Unterzahlspiele, bei dem der neue Torwart Oskar Östlund Sicherheit und Ruhe ausstrahlte. Beim zweiten Mal verpasste Braun bei einem Konter seinen Jubiläumstreffer. Besser machten es die Gastgeber in Überzahl. Phillip Bruggisser ließ Torwart Wesslau mit einem fulminanten Schlagschuss keine Abwehrchance. Kurz darauf krönte Braun dann doch sein 500. DEl-Spiel mit dem Treffer zum 3:0. Kurz vor der Pause ließ Daniel Pietta eine Großchance zum 4:0 aus. Überaus glücklich erzielte er dann er in der 29. Minute das 4:0, als er am kurzen Pfosten den Puck mit dem Schlittschuh in den Torraum und Aronson mit dem Körper ins Tor lenkte. Und zwei Minuten später sorgte Jacob Lagacé für die Vorentscheidung, als er einen Schuss von Braun unhaltbar abfälschte.

Zu Beginn des Schlussdrittels wurde in der Yayla-Arena mal wieder geboxt. Martin Schymainski verpasste D. Tiffels zwei harte Fausschläge, ehe die Schiedsrichter die Kampfhähne trennte. Auch beim Toreschießen waren die Pinguine weiter erfolgreicher. Alex Trivellato machte das halbe Dutzend voll (42.). „Steht auf für den KEV“, schallte es begleitend mit viel Beifall von den Rängen. Die Haie-Fans bewiesen Humor und sangen „wie sind nur ein Karnevalsverein „und oh, wie ist das schön“. Schön war es wirklich, weil Jeremy Welsh für den siebten Streich sorgte. Zu diesem Zeitpunkt war Besse angeschlagen in der Kabine.

In der Schlussphase nutzten die Haie eine Überzahl zum zweiten Ehrentreffer. Den Schlusspunkt setzte aber Jubilar Braun mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend. „Oh wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehen“, sagten jetzt die KEV-Fans. In der Tat lag so ein hoher Sieg gegen Köln schon sehr lange zurück. Am 21. Dezember 1977 hieß es in der Rheinlandhalle am Ende 7:1. Die Haie-Fans forderten nach der Schlusssirene den Kopf von Manager Mahon und skandierten trotz der Pleite „Krefeld muss bleiben“ - wie wahr!