Krefeld Pinguine: Pinguine: Die Formkurve steigt weiter an

Krefeld Pinguine : Pinguine: Die Formkurve steigt weiter an

Die Krefelder überzeugten am Wochenende beim Turnier im niederländischen Dordrecht kämpferisch und spielerisch. Nach dem Auftaktsieg gegen Genf gewannen die Schwarz-Gelben gestern Abend auch das Finale gegen die Kölner Haie.

Die seit dem ersten Training der neuen Eiszeit vom Verletzungspech geplagten Pinguine präsentierten sich am Wochenende beim "Internationalen Ice Hockey Cup" im niederländischen Dordrecht gegenüber den ersten drei Testspielen stark verbessert und holten sich den Turniersieg. Im gestrigen Finale kauften sie dem DEL-Konkurrenten Kölner Haie mit einer kämpferisch starken Vorstellung den Schneid ab und gewannen verdient mit 4:1. Wie schon im ersten Turnierspiel gegen den Schweizer Erstligisten Servette Genf ging die Formkurve gestern auch spielerisch deutlich nach oben.

Bei einer Trainingseinheit am Freitagabend konnten die Pinguine das Eis in Dordrecht testen, das viel besser war als vor einem Jahr beim Turnier in Amsterdam. Diesmal mussten sie sich allerdings an eine kleinerer Fläche gewöhnen. Im Vergleich zu den europäischen Standardmaßen fehlten in der Länge 15 Meter. Am Samstagmorgen verzichteten die Krefelder auf das Anschwitzen. Das wirkte sich im Auftaktspiel des Turniers gegen Servette Genf nicht negativ aus, im Gegenteil. Sie waren vom Auftaktbully weg hellwach und hochkonzentriert und erspielten sich im ersten Drittel die Mehrzahl der Torchancen. Trotzdem lagen sie nach 20 Minuten hinten, da Torwart Tomas Duba in Unterzahl keine Abwehrchance hatte.

Im zweiten Abschnitt zahlte sich die spielerische und technisch ansprechende Vorstellung der Schwarz-Gelben auch in Treffern aus. Binnen 41 Sekunden drehten sie das Match. Sehenswert war der Ausgleich von Adam Courchaine, der erst zwei Abwehrspieler und dann noch Torwart Stephan austanzte. Ziemlich eiskalt nutzte Istvan Sofron die Chance zu seinem ersten Treffer für Krefeld. Im letzten Drittel wollten die Pinguine den Zweitorevorsprung verwalten. Das klappte nicht. Erst nach dem Ausgleich der Schweizer, die insgesamt nicht der im Vorfeld erwartet ganz schwere Gegner waren, legten sie wieder einen Zahn zu. Kurz vor Schluss staubte Kapitän Daniel Pietta im Nachschuss zum verdienten Siegtreffer ab.

Gestern im Finale gegen die Kölner Haie, die sich Samstag gegen Nottingham mit 4:0 durchgesetzt hatten, knüpften die Pinguine nahtlos an die gute Vorstellung vom Genf-Spiel an. Kampfstark und mit viel Spielwitz eroberten sie sich ein Übergewicht. Höhepunkt des ersten Drittels war der Treffer von Istvan Sofron. Der klaute Ankert die Scheibe und spielte Torwart Aus den Birken glänzend aus. Die Haie kamen zwar kurz vor der ersten Pause durch den Ex-Krefelder Ticar zum Anschlusstreffer, der ihnen aber für den zweiten Durchgang kein Rückenwind gab. Die Pinguine blieben Herr im Haus und zogen durch den zweiten Treffer von Kapitän Daniel Pietta auf 3:1 davon. Torwart Lukas Lang, der im ersten Drittel etwas nervös wirkte, steigerte sich im Verlauf der Begegnung. Im Schlussdrittel meisterte er noch einen Penalty von Hagos. Anschließend besiegelte Courchaine mit seinem Treffer zum 4:1 den Krefelder Turniersieg. Damit war auch die Revanche für die 0:6-Finalniederlage gegen Köln aus dem Vorjahr in Amsterdam geglückt.

Lautstark wurden die Pinguine bei der Siegerehrung vom niederländischen Publikum und den KEV-Fans gefeiert. Lukas Lang wurde zum besten Torwart und Istvan Sofron zum besten Stürmer des Turniers gewählt. Als bester Verteidiger erhielt Kölns Oldie Mirko Lüdemann eine Auszeichnung. "Alle Spieler haben heute ihr Bestes gegeben. Gegen Köln muss man immer sehr hart arbeiten. Unsere Defensivleistung war sehr gut. Ich bin stolz auf unsere Verteidiger, besonders auf Mebus und Hanusch. In Überzahl ist die Scheibe teilweise schon exzellent gelaufen", sagte Trainer Adduono nach dem Turniersieg.

(RP)
Mehr von RP ONLINE