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Pinguine: Das Sanierungskonzept ist vom Tisch

Weiter Sorge um die Zukunft : Pinguine: Das Sanierungskonzept ist vom Tisch

Am Mittwoch trafen sich die Verantwortlichen der GmbH und suchten nach Lösungen zur Rettung des DEL-Standorts.

Im Autohaus Borgmann ging es am Mittwochnachmittag bei einem wichtigen Meeting nicht um den Diesel-Skandal, sondern um die Zukunft der Krefeld Pinguine. Firmenchef Hermann Borgmann, der die Gesellschafteranteile seines kürzlich gestorbenen Vaters Helmut übernahm, hatte zu einem Gespräch eingeladen. Neben dem Hausherrn waren auch die beiden Hauptgesellschafter Wolfgang Schulz und Dirk Wellen sowie Wilfrid Fabel und Matthias Roos anwesend. „Wir sind weiter im Austausch, eine Prognose, ob und wie es weitergeht, kann ich nicht abgeben. Der Coronavirus ist für alle ein großes Fragezeichen. Es ist schwer, Dinge zu planen. Nach wie vor wollen wir bis zum 31. März die neue Gesellschafterstruktur stehen haben. Alle Beteiligten haben den Wunsch, dass wir auch nächste Saison in der DEL spielen und eine Struktur finden, die für die Pinguine zukunftsfähig ist.“

Nach dem Ausstieg von Mister X sitzt jetzt auch Gerald Wagener nicht mehr mit im Rettungsboot, der den Pinguinen am Wochenende einen Rettungsplan in Form eines Sanierungskonzept vorgelegt hatte. „Das ist nicht angenommen worden. Ich finde schon seit einem Monat mit einem Gesellschafter keinen Konsens“, ließ er bereits am Dienstag unsere Zeitung wissen. Roos wollte das am Mittwoch nicht kommentieren.

Am Dienstag hatte Roos an einer Telefonkonferenz mit den Geschäftsführern der DEL-Klubs teilgenommen: „Die dauert normalerweise 45 Minuten, diesmal ging es über zwei Stunden. Es sind viele Themen mit Bezug auf Corona besprochen worden.“ Kein Thema sei, den Termin für die Abgabe der Lizenzunterlagen (24. Mai) nach hinten zu verlegen: „Es geht für alle um Planungssicherheit. Natürlich ist sich die Liga bewusst, dass es schwer ist, Werbeverträge abzuschließen, aber alle bemühen sich die Unterlagen pünktlich abzugeben.“

Auch wenn einige Klubs ihre personellen Planungen weiter vorantreiben, warten besonders die kleinen Klubs ab, wie sich die CoronaKrise auf den Transfermarkt auswirken wird. Viele Experten rechnen damit, dass Spieler durchaus zu günstigeren Konditionen zu haben sind als vor der Krise. Das wäre für die Pinguine sicher ein Vorteil. Doch erstmal muss feststehen, dass sie die Lizenzunterlagen einreichen. Danach bleibt genügend Zeit, den Kader zu formen.