Pinguine-Betreuer Menningen bei der WM

Eishockey-Weltmeisterschaft : Pinguine-Betreuer Menningen bei der WM

Der 54-Jährige kümmert sich beim am Freitag beginnenden Turnier in der Slowakei erneut um das Wohl der Eishockey-Nationalspieler, zu denen auch das Krefelder Eigengewächs Marcel Noebels aus Tönisvorst gehört.

Wenn am Freitag in der Slowakei die 83. Eishockey-Weltmeisterschaft beginnt, ist kein Spieler der Pinguine dabei. Daniel Pietta wurde vom neuen Bundestrainer Toni Söderholm nicht nominiert (RP berichtete). Sein Betreuer bei den Pinguinen, Christian Menningen, ist aber vom DEB eingeladen worden. Er wird sich zusammen mit den Kollegen aus Augsburg und Köln um die Ausrüstung der Spieler kümmern. Menningen ist 54 Jahre alt und für die Pinguine seit 2004 als Materialwart im Einsatz.

Beim DEB feierte er 2017 bei Länderspielen in Weißrussland sein Debüt. Gerne erinnert er sich an die Vorbereitung auf Olympia 2018, die in Sotschi stattfand: „Es war toll, die Wettkampfstätten von 2014 zu sehen, regelrecht begeistert war ich von der Formel-Eins-Strecke und der Olympiaeishalle.“ Im RP-Gespräch ließ er sich dann noch einen Vergleich zwischen Ex-Bundestrainer Marco Sturm und dessen Nachfolger Söderholm entlocken: „Marco war ein super Bundestrainer, man merkte ihm die Erfahrung von fast 1000 NHL-Spielen an. Toni fährt eine andere Schiene. Er setzt mehr auf junge Leute und teilweise orientiert er sich auch noch. Die Co-Trainer sind für ihn eine große Unterstützung“.

Aber nicht nur an der Bande, sondern auch auf dem Eis, wird ein Krefelder zusehen sein. Nationalstürmer Marcel Noebels, der in Tönisvorst geboren wurde und das Eishockeyeinmaleins bis zu seinem 14. Lebensjahr beim KEV erlernte, bestreitet mit 27 Jahren bereits seine fünfte WM. Er ist seit 2013 regelmäßig dabei, wenn es um den Titel geht. Lediglich 2015 und 2017 musste er verletzungsbedingt passen. 2018 zählte er zu den Silberhelden von Pyeongchang. Noebels, der 2006 von Krefeld nach Berlin in die U16 wechselte und dann noch zwei Jahre bei den Jungadlern Mannheim spielte, kehrte 2009 nach Krefeld zurück und feierte hier sein DEL-Debüt. 2010 ging es dann über den großen Teich nach Nordamerika, wo er für die Seattle Thunderbirds spielte. 2011 erhielt er einen Einstiegsvertrag bei den Philadelphia Flyers. Dort kam er aber nicht zum Einsatz, er spielte immer in den Farmteams. 2014 folgte der Wechsel zu den Eisbären Berlin, wo er auch noch bis 2022 unter Vertrag steht. Dort zählt er zu den absoluten Leistungsträgern.

Am Rande des Vorbereitungsspiels in Regensburg gegen Österreich (2:3) sprach er mit dem RP-Mitarbeiter über die anstehende WM und über die Nichtnominierung seines ehemaligen Mannschaftskollegen Daniel Pietta: „Ich finde es persönlich schade für Daniel, aber der neue Bundestrainer setzt sehr stark auf junge Spieler. Ich gehöre ja mit 27 Jahren schon zu den Älteren. Es hat sich nicht so viel geändert unter unserem neuen Trainer. Es sind eigentlich nur Kleinigkeiten, aber Toni setzt sehr stark auf den finnischen Stil. Wir brauchen bei der WM einen guten Start. In den ersten vier Spielen wird sich wahrscheinlich entscheiden, ob wir ins Viertelfinale kommen.“

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