Krefeld Pinguine: Müller verspricht: Wir sehen uns wieder

Krefeld Pinguine : Müller verspricht: Wir sehen uns wieder

Eishockey: Der Torjäger der Krefeld Pinguine deutete am Sonntag nach dem Play-off-Aus in Wolfsburg per Facebook seine Zukunftspläne an. Daniel Pietta ist "Spieler des Monats" Februar. Nationalspieler sollen sich in Duisburg fithalten.

Das bessere Team ist ausgeschieden. Daran zweifelten am Sonntagabend die meisten Beobachter nicht, die das dritte Pre-Play-off-Spiel zwischen Krefeld und Wolfsburg im Stadion oder am Bildschirm verfolgt hatten. So wie die Mannschaft in dieser harten Serie aufgetreten ist, hätte sie in der Hauptrunde vielleicht sogar einen Top-Sechs-Platz erreichen können. Da sind sich viele Experten einig. Jetzt vertritt die DEG im Viertelfinale die rheinischen Farben aus NRW, die auf dem Papier keine bessere Mannschaft als Krefeld und schon gar nicht als Köln aufbieten kann.

Hefig diskutiert wurde über den Siegtreffer der Grizzly Adams. "Ich hatte gar keine Chance, den Puck aufs Eis zu drücken. Haskins hat ihn mit meinem Schoner über die Linie gedrückt", sagte Tomas Duba. Entsprechend geknickt war der Torhüter auch kurz nach Mitternacht noch, als sich die Spieler in der Sportsbar "Karussell" den Frust ein wenig von der Seele spülten.

Zuvor waren die Pinguine von knapp 300 Fans bei der Rückkehr am König-Palast empfangen und gefeiert worden. Die Bilder erinnerten an das Ende der Saison 2010/11, als die Krefelder damals ebenfalls nach dem Play-off-Aus in Wolfsburg an der Westparkstraße eingetroffen waren. Trainer Rick Adduono richtete wieder ein paar Worte an die treuen Anhänger und versprach ihnen "im nächsten Jahr den Titel." "Das habe ich noch nie erlebt", meinte Yared Hagos, der die Begrüßung der Fans sofort mit seinem Handy aufzeichnete. Der Schwede würde gerne in der neuen Saison das schwarz-gelbe Trikot tragen. Er ist nach langer Zeit mal wieder ein Spieler in Krefeld, der wie einst Peter Ihnacak in den Ecken kaum einen Puck abgibt. Auch Marcel Müller würde sich gerne weiter bei den Pinguinen wohlfühlen, der sich unmittelbar nach dem Spiel per Facebook bei den Fans für die Unterstützung in Wolfsburg bedankte und schrieb: "Wir sehen uns wieder." Für Rüdiger Noack wäre die Weiterverpflichtung des Torjägers nach der Vertragsverlängerung mit Daniel Pietta der nächste "große Coup". Dafür würde der sportliche Berater sofort eine Ausländerlizenz weniger vergeben. Noack war am Sonntag nach dem Spiel nicht mit zur Verabschiedung der Grizzlys aufs Eis gegangen. Er war immer noch sauer auf Pavel Gross, der am Samstag wenige Minuten vor Ende der Frist die Sperren von Nick St. Pierre und Istvan Sofron beantragt hatte und wollte dem Trainer daher nicht die Hand reichen. Morgen um 11 Uhr wird sich die Mannschaft wieder in der Kabine treffen. Die sportliche Leitung will mit allen Akteuren, deren Verträge weiter laufen oder verlängert werden sollen, Einzelgespräche führen. Diese Spieler müssen sich noch in dieser Woche im Malteser-Krankenhaus St. Josef in Uerdingen einem Leistungstest unterziehen. Am kommenden Samstag will sich das Team dann offiziell von den Fans verabschieden.

Nicht für alle Spieler steht ab Sonntag Urlaub auf dem Pogramm. Daniel Pietta, der zum "Spieler des Monats" Februar der DEL gewählt wurde, Martin Schymainski, Andreas Driendl und Oliver Mebus gehören zum erweiterten Kader der Nationalmannschaft für den ersten Vorbereitungslehrgang auf die WM. Noack will Bundestrainer Pat Cortina überreden, auch Marcel Müller zu nominieren: "Sollte es irgendwelche zwischenmenschliche Probleme aus der Vergangenheit geben, dann sollte man diese in einem Gespräch ausräumen. Für Schimmi würde ich mich besonders freuen, wenn er beim ersten Lehrgang dabei sein könnte. Das hat er sich redlich verdient und würde den Konkurrenzkampf um die WM-Plätze sicher beleben." Da es bis zum ersten Lehrgang fast noch zwei Wochen dauern kann, will Noack dafür sorgen, dass die nominierten Akteure und Müller sich bei den Füchsen Duisburg fithalten können. Dort stehen Dominik Meisinger und Kevin Orendorz, für den die Pinguine ihre Option für eine Vertragsverlängerung zogen, weiter in den Play-offs.

(RP)
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