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Krefeld Pinguine: Müller sichert den Pinguinen wichtigen Heimsieg

Krefeld Pinguine : Müller sichert den Pinguinen wichtigen Heimsieg

Eishockey: Die Krefelder bezwangen die Hamburg Freezers dank einer guten Leistung mit 3:2 nach Verlängerung.

Dieser Eishockey-Abend wird in die Krefelder DEL-Geschichte eingehen. Nach dem unrühmlichen Abschied von Adam Courchaine und der sensationellen Vertragsverlängerung von Daniel Pietta präsentierten sich die Pinguine von einer ganz starken Seite und bezwangen die Hamburg Freezers mit 3:2 nach Verlängerung. Mit ein wenig mehr Glück im Abschluss, besonders in Überzahl, wäre ein Sieg nach 60 Minuten drin gewesen. Leider mussten die Schwarz-Gelben Sekunden vor Spielende den Gästen noch einen Zähler überlassen. Das tat zwar weh, doch nach Spielende war der Schmerz schnell vergessen, als bekannt wurde, das Pietta für ewig ein Krefelder bleiben wird. "Ein Leben lang", sangen die KEV-Fans, als der Nationalspieler noch einmal alleine zu einer Ehrenrunde erschien. Bereits heute reisen die Pinguine zum Auswärtsspiel nach München. Ob Nick St. Pierre mitfahren kann, ist fraglich, der sich gestern eine Armverletzung zuzog.

Als sich die Pinguine im Kabinengang zur Einlauf-Zeremonie aufstellten, war in ihren Gesichtern ein großer Wille und Konzentration zu erkennen. Das Match begann wie nach Maß. Ausgerechnet Kevin Clark musste bei seinem ersten Auftritt in Krefeld nach seinem Wechsel zu den Freezers nach 31 Sekunden auf die Strafbank. Die dritte Überzahlformation von Trainer Rick Adduono sorgte eine Sekunde vor Ablauf der Strafe durch Istvan Sofron für die Führung. Auf der Tribüne jubelten auch zwei Vertreter des ungarischen Eishockey-Verbandes, die zu Besuch waren und sich natürlich über den Treffer ihres Schützlings freuten. Nach fünf Minuten kamen die Gäste nach einem Leichtsinnsfehler von Daniel Pietta durch Mitchell zur ersten Torchance. Doch Torwart Tomas Duba war zur Stelle. Ab der elften Minute war das Match ziemlich ausgeglichen. Tyler Beechey und Mike Mieszkowski vergaben das 2:0. Auf der anderen Seite scheiterten Oppenheimer und Sertich an Torwart Duba.

Auch das zweite Drittel begann für die Pinguine perfekt. Diesmal saß Oppenheimer, als Beechey Torwart Caron mit einem verdeckten Distanzschuss überlistete. Die Pinguine blieben am Drücker. Gestoppt wurde die Offensive in der 33. Minute, als Sofron nach einem angeblichen Check mit Verletzungsfolge gegen Madsen vorzeitig unter die Dusche musste. Da auch Hanusch eine Strafe kassierte, mussten die Pinguine zwei Minuten mit zwei Spielern weniger auskommen, was die Gäste zum Anschlusstreffer nutzten. Die Atmosphäre auf dem Eis wurde jetzt giftiger. Kurz vor der zweiten Pause vergab Daniel Pietta das 3:1. Da für Sofron der Arbeitstag zu Ende war, nahm Kapitän Herberts Vasiljevs den Platz des Ungarn in der dritten Sturmreihe ein. Dominik Meisinger und Thomas Supis mussten im Schlussdrittel zusehen. Das plätscherte zunächst ein wenig dahin, ehe Beechey Torwart Caron prüfte (47.). Den Zorn der Zuschauer zogen sich kurz darauf die Schiedsrichter zu. Hamburgs Verteidiger Roy attackierte erst Mieszkowski und dann Pietta. Neben Roy musste aber auch Pietta in die Kühlbox. Die Schlussphase war überaus spannend. Nach einem Fehler von Weihager, der ansonsten eine gute Leistung bot, verhinderte Duba gegen Sertich den Ausgleich (54.). Sekunden später bekamen die Pinguine die große Gelegenheit, in Überzahl für die Entscheidung zu sorgen. Doch kein einziger Schuss kam auf das Tor von Caron. Dann begann das große Zittern, weil die Krefelder wegen eines Wechselfehlers eine Bankstrafe kassierten. Zusätzlich verließ bei den Gästen 72 Sekunden vor dem Ende der Torwart das Eis. Ausgerechnet Clark staubte 16 Sekunden vor Schluss zum 2:2 ab. In der Verlängerung schlugen die Pinguine aber eiskalt zurück. Nach einem Abwehrfehler der Gäste bediente Pietta den neuen Krefelder Torjäger Marcel Müller, der mit einem satten Schuss für den Siegtreffer sorgte.

(RP)