Meister Adler Mannheim zu stark für die Krefeld Pinguine

Die fünfte Niederlage in Folge : Meister Mannheim zu stark für die Krefeld Pinguine

Die Krefelder mussten sich am Sonntag in der Yayla-Arena den Adlern aus Mannheim mit 1:4 geschlagen geben. Vor 4064 Zuschauern waren die Gäste in allen Belangen überlegen. Im Fall Ponomarev gibt es keine Neuigkeiten.

Eine Überraschung, wie vor einem Jahr, als die Pinguine ihr zweites Heimspiel gegen Mannheim in der letzten Sekunde durch einen Treffer von Greger Hanson mit 5:4 gewannen, gelang dem Team von Trainer Brandon Reid am Sonntag in ihrem vierten Saisonheimspiel nicht. Die Adler waren vor nur 4064 Zuschauern in der Yayla-Arena die klar bessere Mannschaft und trumpften teilweise so auf wie ein Team aus einer höheren Liga. An der richtigen Einstellung und Kampf fehlte es den Krefeldern nicht. In der Offensive konnten sie gegen die starke Abwehr der Mannheimer nur wenig ausrichten. Nur wenn in so einem Spiel alles zusammenpasst, so ein Gegner nicht in Bestform ist und die Pinguine einen Sahnetag erwischen, können sie als krasser Außenseiter gewinnen. Nach dem Kraftakt mit drei Duellen innerhalb von fünf Tagen gilt es bis zum nächsten Spiel am Freitag in Berlin besonders den schwachen Auftritt am Mittwoch in Nürnberg sowie die insgesamt mangelnde Durchschlagskraft zu analysieren.

Trotz der insgesamt guten Leistung am Freitag im Derby gegen die Düsseldorer EG war der Besuch beim Auftritt des Meisters aus der Kurpfalz enttäuschend. Die Pinguine traten in ihren neuen pinken Trikots an, mit denen sie im Oktober bei ihren Heimspielen die bundesweite Brustkrebs-Kampagne unterstützen. In ihrem neuen Frack fühlten sich die Hausherren gleich wohl, machten dem Favoriten das Leben schwer und lauerten auf Konter. Der erste führte gleich zur Führung, als Grant Besse nach einem schönen Zuspiel von Vinny Saponari sofort abzog und ins lange unterer Eck traf (10.). Bei zwei Überzahlspielen verpassten die Hausherren das 2:0. Stattdessen kassierten sie 31 Sekunden vor der Pause durch den Ex-Pinguin Akdag den Ausgleich, der bei einem schlechten Krefelder Wechsel alleine auf Dimitri Pätzold zulief und Glück hatte, dass sein abgewehrter Schuss hinter dem Torwart über die Linie rutschte.

Zum Auftakt des Mitteldrittels setzte sich ein weiterer Ex-Krefelder in Szene. Der erst 17-jährige Tim Stützle aus der Jugend des KEV brachte die Adler in Führung. Die Chance zum Ausgleich ergab sich kurz darauf in Überzahl. Doch es waren die Gäste, die dem nächsten Treffer näher waren als die „Pink-Pinguine“. Auch sonst konnten sie bis zur zweiten Pause offensiv wenig ausrichten. Wenigsten hielten sie sich schadlos, als Alex Trivellato auf die Strafbank musste.

Die Adler fuhren zu Beginn des Schlussdrittels ihre Flügel kräftig aus und drängten auf die Vorentscheidung. Die Pinguine stemmten sich mit aller Kraft und einem aufmerksamen Torwart Pätzold dagegen. Für den ersten Entlastungsangriff sorgte Stürmer Laurin Braun, dessen Schrägschuss am langen Pfosten knapp vorbei sauste (46.). Dann scheiterten Philipp Kuhnkath und Vinny Saponari an Torwart Gustafsson. Als die Gäste dann bei einer Strafe gegen Garrett Noonan zum zweiten Mal in Überzahl waren, staubte Plachta am kurzen Pfosten zum 3:1 ab. Knapp drei Minuten später musste sich Pätzlod bei einem Schuss aus kurzer Distanz von Rendulic etwas unglücklich geschlagen geben. Damit war die Vorentscheidung endgültig gefallen.

Mikhail Ponomarev war in dieser Saison bisher noch nicht bei einem Heimspiel der Pinguine im Stadion. Die Verantwortlichen warten seit der öffentlichen Kritik von Geschäftsführer Matthias Roos nach wie vor auf eine Reaktion oder eine Nachricht des Mit-Gesellschafters. „Ich war ja zuletzt häufig nicht im Lande. Vielleicht meldet er sich ja nächste Woche“, sagte Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz am Sonntag, der sich am Samstag mit Roos getroffen hatte, um die finanzielle Lage zu besprechen. Es gibt für Spieler und Fans derzeit keinen Anlass zur Sorge, dass im Laufe der Saison ein finanzieller Kollaps droht.

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