Mark Cundari will bei den Krefeld Pinguine zeigen, dass er ein Top-Verteidiger ist

Pinguine-Zugang : Mark Cundari will seine Zweifler überzeugen

Der 29 Jahre Kanadier hat ein schweres Jahr in Berlin hinter sich. In Krefeld will er beweisen, dass er noch immer ein Topverteidiger in der DEL ist.

Wer die Fans der Krefeld Pinguine befragt, von welchem Neuzugang sie sich am meisten versprechen, der hört zumeist Namen wie Jussi Rynnäs, Jeremy Welsh oder Justin Hodgman. Erstaunlich selten taucht der Name Mark Cundari auf. Dabei zeigte der 29 Jahre alte Blueliner auf jedem Niveau, dass er zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage ist, war in den Jahren 2016/17 und 2017/18 jeweils viertbester Scorer unter den DEL-Verteidigern und brachte es mit starken Leistungen in Nordamerika sogar bis in die beste Liga der Welt, die NHL.

Vor Jahresfrist wurde er vom ehemaligen Serienmeister Eisbären Berlin mit großen Vorschusslorbeeren in die Hauptstadt geholt und sollte hier eine Führungsrolle übernehmen. Nach einer schweren Knieverletzung allerdings kam er lange nicht richtig in Tritt und kam so am Ende zu nur 14 Saisonspielen. Dass er in einem derart „verlorenen Jahr“ trotzdem sieben Punkte (drei Tore, vier Vorlagen) verbuchte zeigt das vor allem offensive Potential des Kanadiers. „Ich will im kommenden Jahr beweisen, dass ich in der DEL immer noch ein sehr guter Verteidiger sein kann“, gibt der nur 1,75 Meter große Linksschütze denn auch als Ziel für die kommende Spielzeit aus.

Sein Trainer Brandon Reid jedenfalls hält große Stücke auf den Neuzugang. „Mark soll bei uns in allen Situationen eine wichtige Rolle spielen. Er wird in Überzahl mit seiner Übersicht und Schusskraft viel Druck erzeugen und natürlich auch in Unterzahl viel Eiszeit bekommen“, gibt der Übungsleiter Einblick in seine Planungen. Und auch von künftigen Verteidigerpaaren hat Reid schon eine klare Vorstellung. „Ich kann mir vorstellen, dass er sehr gut mit Torsten Ankert zusammenpasst“, befindet Reid, der auch nichts von Unkenrufen hält, die Verteidigung sei nicht stark genug besetzt.

„Ich denke, wir haben eine gute und ausgeglichene Defensive. Unsere Top-Vier aus Phillip Bruggisser, Garrett Noonan, Cundari und Ankert ist stark besetzt. Noonan wird sich in seinem zweiten Jahr in der DEL weiter steigern. Und auch Alex Trivellato und Philip Riefers werden viele Zuschauer überraschen. Alex ist so gut drauf wie nie zuvor in seiner Karriere und Philip hat schon im Vorjahr eine sehr gute Rolle gespielt und wird davon profitieren, nur in der Verteidigung zu spielen“, ist der Coach sicher.

Für die besonderen Offensivmomente sollen dabei aber vor allem zwei Spieler sorgen: Bruggisser und eben Cundari. Im ersten Testspiel gegen Frankfurt deutete der seine Klasse zwar nur einige Male an, das aber heißt naturgemäß nicht viel. Wenn er fit ist, das hat er über Jahre bewiesen, dann zählt er ohne Frage speziell offensiv zu den besten Abwehrspielern der DEL. Dabei aber ist er auch physisch trotz seiner geringen Größe sehr robust und gewinnt Zweikämpfe. „Ich sehe mich als zwei-Wege-Verteidiger. Ich weiß, dass ich offensive Talente habe, aber ich glaube, ich bin auch defensiv stark“, gibt Cundari selbst zu Protokoll. Davon will er in den kommenden Monaten nicht nur die Fans in Krefeld überzeugen.

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