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Krefelder Pinguine bestätigen ersten Corona-Fall

Magenta-Sport-Cup : Krefelder Pinguine bestätigen ersten Corona-Fall

Der kanadische Neuzugang Josh Brook wurde bei einem routinemäßigen Test im Vorfeld des Magenta-Sport-Cups positiv auf das Coronavirus getestet. Trotz der 1:3-Niederlage in Bremerhaven machte der Auftritt des Teams am Abend zuvor Appetit auf mehr.

Der ausgeliehene Verteidiger Josh Brooks wird bei den Krefelder Pinguinen vorerst nicht zum Einsatz kommen. Der Verein bestätigte am Donnerstag, dass beim 21-jährigen Kanadier der Corona-Test positiv ausgefallen sei, er allerdings keine Symptome verspüre. Vorerst habe er sich in häusliche Quarantäne begeben und sei erst gar nicht mit zum Spiel nach Bremerhaven gereist. Weitere Tests innerhalb der Mannschaft und im Umfeld des Spielers seien negativ ausgefallen.

Am Abend zuvor bestand bis zum ersten Bully des Magenta-Sport-Cups beim Auftaktspiel in Bremerhaven durchaus die Hoffnung, dass die Krefelder ihre schwarze Serie gegen die Fischtown Pinguins endlich beenden können. Denn angesichts der Kürze der Vorbereitung waren die Karten ziemlich neu gemischt. Aber die Tatsache, dass der Gegner auf Mechanismen aus der Vorsaison bauen konnte, entschied letztendlich das Duell – die Pinguine verloren 1:3.

Die 14. Niederlage in Folge schmerzt angesichts der widrigen Umstände nicht so sehr wie in der Liga. Zwölf Neuzugänge standen bei den Schwarz-Gelben auf dem Eis. „Die meisten Jungs sind erst seit zwei Wochen, einige erst seit einer Woche da. Aber wir haben trotzdem versucht, an einem Strang zu ziehen und die Dinge, die wir besprochen haben, gut umzusetzen, das war positiv. Es gibt Sachen, die wir verbessern müssen, aber das wäre auch bei einem Sieg so. Insgesamt war es ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Hospelt. Die neue Marschrichtung sei schon zu erkennen gewesen: „Wir wollen mehr draufgehen und nicht mehr so viel abwarten.“

Auch Co-Trainer Boris Blank zog hinterher ein durchaus positives Fazit: „Nach der langen Pause war es von beiden Mannschaften ein gutes und schnelles Spiel. Bei unserer fünf gegen drei Überzahl im ersten Drittel hätten wir ein Tor erzielen müssen. Alle Jungs haben einen super Job gemacht und ordentlich Gas gegeben. Dass nach der langen Pause und mit der neu zusammengestellten Mannschaft nicht alles klappt, ist logisch. Wir haben jetzt fünf Tage Zeit bis zum Spiel gegen Wolfsburg, um an verschiedenen Dingen zu arbeiten. In der Vorbereitung schauen wir von Spiel zu Spiel.“

Kapitän Torsten Ankert war zufrieden mit dem ersten Auftritt: „Es hat Spaß gemacht und es war ein gutes erstes Spiel. Auf die Leistung von heute können wir aufbauen. Läuferisch war es schon richtig gut, unsere Philosophie ist es, dem Gegner wenig Zeit zu geben. Das Tempo haben wir schon hochgehalten. Wir müssen aber noch mehr Pucks zum Tor bringen. In Überzahl und Unterzahl müssen wir uns noch verbessern und die Abstimmung soll besser werden. Daran arbeiten wir sicher in den nächsten Tagen.“

Das handelnde Personal auf dem Eis perspektivisch zu bewerten, ist nach einem Spiel kaum möglich. Von den Neuzugängen erfüllten Torwart Jonas Johansson, Wade Bergman, Kris Foucault und Lukas Lessio die Erwartungen. Patrick Klöpper, Ivan Petrakov und Daniil Valitov fielen durchaus positiv auf.

Auffällig sind die zu vielen Torschüsse (49) des Gegners. Selbst wenn die Verteidiger Alex Trivellato, Christian Bull und Mirko Sacher zum Aufgebot gehören, droht die Defensive weiter die Achillesferse des Teams zu bleiben, zumal Torwart Johansson (noch) nicht als Stammtorwart für die DEL vorgesehen ist.