Krefeld: Schwerer Dreierpack für die Pinguine

Drei Spiele innerhalb von fünf Tagen : Schwerer Dreierpack für die Pinguine

Am Mittwochabend sind die Krefelder in Nürnberg zu Gast. Freitag geht es zum Derby nach Düsseldorf. Am Sonntag kommt Meister Mannheim. Trainer Brandon Reid stehen elf Stürmer und sieben Verteidiger zur Verfügung.

Zum Auftakt ihrer ersten englischen Woche der neuen Saison machten sich die Pinguine am Dienstag nach dem Training auf den Weg ins Frankenland, wo sie am Mittwochabend (19.30 Uhr) mit den Nürnberg Ice Tigers die Schläger kreuzen. Zweifelsohne eine hohe Hürde. Allein die dortige Bilanz mit nur zwei Pinguine-Siegen aus den jüngsten zehn Duellen spricht für die Gastgeber.

48 Stunden später steigt für die Schwarz-Gelben in Düsseldorf das erste rheinische Derby der neuen Eiszeit. Die DEG kletterte am Wochenende mit fünf Punkte auf Tabellenplatz fünf und brennt schon auf das Match gegen die Krefelder, die in der Vorsaison beide Spiele im Rather ISS-Dome gewannen. Der erste Saison-Höhepunkt in der Yayla steigt dann am Sonntag (16.30), wenn der Deutsche Meister Adler Mannheim zu Gast ist. Da werden zwangsläufig Erinnerungen wach an den jüngsten Auftritt der Kurpfälzer, als die Pinguine drei Tage vor Silvester eine Rakete zündeten und die Adler durch einen Treffer von Vinny Saponari eine Sekunde vor Ende mit 5:4 bezwangen und die Arena Kopf stand. 5868 Zuschauer waren damals gekommen. Über 5000 sollten es auch schon am Sonntag sein.

Nach dem punktlosen Wochenende und einem freien Montag nahm Trainer Brandon Reid sein Team am Dienstag hart ran. Auf dem Eis war erneut sehr viel Platz, da zu den bekannten Ausfällen auch Darren Mieszkowski (krank) passen musste und nicht mit nach Nürnberg fahren konnte. So kann Trainer Reid nur auf elf Stürmer bauen. Dafür gehört Tom-Eric Bappert als siebter Verteidiger erstmals zum DEL-Aufgebot. Ersatz-Torwart Ennio Albrecht reist am Mittwoch gemeinsam mit Matthias Roos nach, weil er noch eine Klausur schreiben muss.

Der Coach hofft, dass seine Schützlinge aus den beiden Niederlagen in Folge gelernt haben: „Sie wissen jetzt, wie sich das anfühlt und warum das passiert ist. Wir funktionieren nur, wenn alle fünf Spieler auf dem Eis ihre Aufgaben erfüllen. So haben wir in der Vorsaison viele Spiele gewonnen. Das war am Wochenende in beiden Spielen beim Verhalten ohne Puck häufig nicht der Fall. Das erwarte sich jetzt wieder. Einige Spieler haben sich offensiv verbessert. Ich hoffe, das gibt ihnen für die nächsten Spiele mehr Selbstvertrauen.“ Gegen die Ice Tigers fordert er in erster Linie Disziplin und mehr Schüsse zum Tor, besonders von den Außenpositionen. Auch das Unterzahlspiel müsse besser werden, besonders direkt nach dem ersten Bully. Freitag in Düsseldorf will Reid den Gegner mit Tempo unter Druck setzten: „Wir müssen versuchen, den Puck hinter der DEG-Abwehr zu bekommen.“

Die höchste Hürde des schweren Dreierpacks steht den Pinguinen Sonntag gegen Mannheim ins Haus. „Wir müssen bereit sein. Das ist für uns ein guter Test, wie wir gegen ein Top-Team der Liga, das stark, groß, diszipliniert und gut strukturiert ist, bestehen können. Das ist eins der besten Teams in Europa. Danach wissen wir genau, wo wir stehen.“ Er sei gespannt, wie sich sein Team insgesamt in diesen drei Spielen schlage: „Nach einem Wochenende ohne Punkte zeigt sich in unserem Team jetzt die wahre Führungsqualität und Charakterstärke.“

Sportdirektor Roos bedauert, dass sich die Mannschaft die Niederlage gegen Bremerhaven selber zuzuschreiben hat: „Die drei Punkte waren absolut drin, dann könnten wir mit mehr Ruhe in die nächste Spiele gehen. So haben wir schon ein wenig Druck.“

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