2< Unnötige Heimniederlage Schwache Pinguine verteilen Geschenke

Die Krefelder unterlagen am Sonntagabend in der Yayla-Arena den Heilbronner Falken mit 2:3 nach Verlängerung. Dennis Miller und Maxi Söll hatten die Schwarz-Gelben jeweils in Führung gebracht. Am Dienstag ist Freiburg zu Gast.

Die frühe Führung erzielte Dennis Miller, der hier jubelnd abdreht.

Die frühe Führung erzielte Dennis Miller, der hier jubelnd abdreht.

Foto: Samla Fotoagentur/samla.de

Bereits am ersten Advent verteilten die Pinguine großzügig Weihnachtsgeschenke und unterlagen nach einer schwachen Vorstellung dem Tabellendreizehnten Heilbronner Falken vor 2552 Zuschauern mit 2:3 nach Verlängerung. Trotz einer frühen Führung gelang es den Krefeldern nicht, den dezimierten Gegner in die Knie zu zwingen. Damit sind die zehn Punkte aus den vier Auswärtsspielen in Folge nicht mehr so viel wert. Bereits am Dienstagabend steht die nächste Heimaufgabe auf dem Programm, wenn der EHC Freiburg an der Westparkstraße zu Gast ist.

Weil die Pinguine nicht wie die meisten DEL2-Vereine wegen der Fußball-WM das Spiel vorverlegt hatten, waren die Ränge auch nicht mit den vom Klub erwarteten 3000 Zuschauern gefüllt. Bei einer früheren Bullyzeit wären nach drei Auswärtssiegen in Folge sicher mehr gekommen. Auch zum Aktionsspiel für die Aidshilfe Krefeld passte der späte Termin nicht so recht. Denn der Kids-Block, in dem sonst viele Kinder für diese Aktion Stofftiere mitbrachten, war so gut wie leer.

Bei den Pinguinen war Verteidiger Pascal Zerressen nach überstandenem grippalen Effekt wieder dabei. Dagegen fehlte Stürmer Nikita Krymskiy. So lief Verteidiger Philip Riefers wieder als Stürmer aus. Trainer Peter Draisaitl machte seine Ankündigung vom vergangenen Donnerstag wahr, nicht unbedingt am 3M-Sturm festhalten zu wollen. Die Center Kael Mouillierat und Davis Koch tauschten die Reihen.

Die Gäste, bei denen kürzlich Krefelds Ex-Trainer Martin Jiranek als Assistenzcoach verpflichtet wurde, mussten einige Ausfälle verkraften und bekamen auch keine Unterstützung von ihrem Stammpartner Adler Mannheim.

Die Pinguine erwischten einen Start nach Maß und gingen bei einem schnell vorgetragenen Angriff durch Dennis Miller in Führung (6.). Kurz darauf vergaben Miller und Zach Magwood in Überzahl das 2:0. Nach einer Strafe gegen Dominik Tiffels kamen die Falken immer besser ins Spiel, scheiterten aber bei zwei guten Einschussmöglichkeiten an Torwart Sergei Belov.

Zu Beginn des zweiten Drittels drängten die Gastgeber zunächst auf den nächsten Treffer. Doch Torwart Mnich, der zum Kader der Adler Mannheim gehört, war zweimal glänzend postiert. Ab der 28. Minute waren es erneut die Falken, die mehr im gegnerischen Drittel auftauchten als die Schwarz-Gelben. Zweimal musste Torwart Belov in höchster Not retten. Doch als die Krefelder eine Bankstrafe kassierten, war er bereits nach neun Sekunden gegen einen verdeckten Distanzschuss machtlos (31.).

Trainer Draisaitl reagierte sofort und baute fortan wieder auf den 3M-Sturm. Sein Team ergriff auch sofort die Initiative. Doch Riefers und Mouillierat vergaben bei Großchancen die mögliche Führung. Das war auch zu Beginn des Schlussdrittels der Fall, als sich die Falken die nächste Strafe einhandelten. Doch das Heilbronner Bollwerk um den sehr sicheren Torwart Mnich hielt dem Druck Stand. Auch in der Folgezeit war das Nest der Falken wie zugenagelt. Die Pinguine gingen in der nach 40 Minuten ausgeglichenen Schussbilanz (24:24) zunächst in Führung. Wie so oft, fällt ein Treffer dann unverhofft. Maxi Söll zog kurz hinter der blauen Linie nicht mal hart ab. Doch der Puck trudelte vorbei an Freund und Feind in die Heilbronner Maschen (53.). Doch der Jubel verhallte schnell. Als Belov einen Puck im Slot nicht unter Kontrolle bekam, staubte Della Rovere zum 2:2 ab (55.). Sekunden später stockte den KEV-Fans der Atem, als Cabana alleine auf Belov zulief. Aber der Russe verhinderte mit einer Glanztat den Rückstand. Sein Gegenüber war aber ebenso glänzend zur Stelle, als Mouillierat das 3:2 auf dem Schläger hatte. In der Verlängerung dauerte es nur 54 Sekunden, ehe Williams mit seinem Treffer für die Falken den Zusatzpunkt holte.