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Krefeld Pinguinen fehlt es an Effektivität

Viele Torschüsse, wenig Treffer : Den Pinguinen fehlt es an Effektivität

Die Krefelder legten in den Spielen nach der Pause offensiv mit mehr Torschüssen deutlich zu. Es fehlte im Abschluss der letzte Tick. Am Freitag ist das Team in München nur krasser Außenseiter. Bis auf Belov und Braun sind alle an Bord.

Durch die Heimniederlagen gegen Bremerhaven und Nürnberg kassierten die Pinguine im Kampf um einen Platz in den Pre-Play-offs herbe Dämpfer und befinden sich jetzt wieder in argen Abstiegsnöten. Daran wird sich wahrscheinlich auch am Freitagabend nach dem Auswärtsspiel beim EHC München nichts ändern. Denn die Krefelder reisten am Donnerstag nach dem Mittagessen wie immer in den vergangenen Jahren als krasser Außenseiter an die Isar. In der Vorsaison gingen sie dort mit 2:9 baden. Vielleicht gelingt den Schwarz-Gelben ja eine Sensation. Die wäre natürlich beste Werbung für das Straßenbahnduell in der Yayla-Arena am Sonntag (16.30 Uhr) gegen die Düsseldorfer EG. Denn dann hoffen die Pinguine endlich mal auf eine große Kulisse.

Während vor der Deutschland-Cup-Pause eiserne Defensive und Konter zum Erfolg führten, soll jetzt auch offensiv für mehr Torgefahr gesorgt werden. „Wir sind mit der Offensive heute mehr zufrieden als gegen Bremerhaven“, sagte Sergey Saveljevs am Mittwoch nach der 2:3-Niederlage gegen die Ice Tigers. Dem ist nichts entgegenzusetzen. Denn die Mannschaft verbuchte zuletzt deutlich mehr Torschüsse als vor der Pause. Gegen die Franken waren es mit 40 der Saisonrekord. Was fehlt, ist die Effektivität, was nicht nur am gegnerischen Torwart oder Pech liegt. Die Qualität der Torschüsse- und Chancen sowie der absolute Wille, den Puck über die Torlinie zu bringen, sind entscheidend. Auffällig ist, dass den Pinguinen zum zweiten Mal in Folge bei fünf gegen fünf auf eigenem Eis kein Treffer gelang. Beide Tore fielen wie auch schon im Spiel gegen Bremerhaven in Überzahl. Der dritte Treffer am Sonntag fiel durch einen Penalty.

In München sollten die Pinguine  wieder ihr gefährliches Konterspiel aufziehen. Das Top-Team von der Isar führt die Tabelle an und hat sich in dieser Woche als einzige deutsche Mannschaft für das Viertelfinale  der Champions-Hockey-Liga qualifiziert. Die Auswahl vom vielfachen Meistertrainer Don Jackson wird nach den vergangenen Erfolgen mit sehr viel Selbstvertrauen aufs Eis gehen und die Pinguine sicherlich von Beginn an unter Druck setzen. Darin liegt die Chance für die Schwarz-Gelben, mit gefährlichen Kontern zum Torabschluss zu kommen. Dass sich die Pinguine vor dem Team aus der Bayrischen Landeshauptstadt nicht verstecken müssen, hat die Begegnung Anfang Oktober in Krefeld gezeigt, als sie den Bullen bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung einen Punkt abknöpften.

In welcher Aufstellung die Pinguine in München für eine Überraschung sorgen wollen, stand am Donnerstag noch nicht fest, als  die Mannschaft nach Bayern fuhr. Neben dem Kader, der das Spiel gegen Nürnberg verloren hatte, stiegen auch noch Verteidiger Patrik Hersley und Stürmer Maciek Rutkowski mit in den Bus. Sollte Hersley in den Kader zurückkehren, müsste ein anderer Kontingentspieler auf die Tribüne. Wenn es einen Stürmer trifft, würde auch Rutkowski wieder mitspielen dürfen.