Krefeld Pinguine: Zweitschwächste Abwehr der Liga muss gegen Eisbären Berlin punkten

Punkte müssen dringend her : Pinguine kassieren zu viele Gegentore

Die Krefelder haben die zweitschwächste Abwehr der Liga. Gegen Berlin und in Schwenningen müssen nun Punkte her.

Als die Pinguine am Sonntag gegen 21.45 Uhr in Köln an Bord des Schiffes MS River Dream gingen, wurden sie von 350 Fans mit viel Applaus begrüßt. Als das Schiff dann gegen 22 Uhr Richtung Krefeld ablegt, haben sich die Mienen der Spieler, die vorher noch an der 1:2-Niederlage gegen die Haie zu knabbern hatten, wieder aufgehellt. „Die Fans haben die Mannschaft spüren lassen, dass sie hinter ihr stehen“, sagte Frank Wimmers, der Fanbeauftragte der Pinguine. Er war mit der Sambafahrt per Schiff sehr zufrieden: „Es gab keinen Stress, alle hatten viel Spaß.“

Freundlich waren die Gäste aus Krefeld auch von den Haie-Fans empfangen worden. Sie hatten über die Rampe beim Zugang zur Arena ein Banner gespannt: „Eins ist klar, der Standort Krefeld ist unverhandelbar“. Damit positionierten sie sich zum Erhalt des Standortes Krefeld in der DEL. Gegen 1.15 Uhr legte das Schiff dann in Uerdingen an.

Während die meisten Fans sich auf den Heimweg machten, ging es für die Mannschaft per Bus noch zum Stadion und von dort in die heimischen Betten. Die „Kölner“ Torsten Ankert und Kai Hospelt verbrachten die Nacht in einem Krefelder Hotel, weil Trainer Brandon Ried am Montag bereits um 10 Uhr zum Training bat. Er hat mit seinen Spielern dann noch mal die eigentlich unnötige Derbyniederlage aufgearbeitet.

Auch Sportdirektor Matthias Roos war über die Niederlagen am Wochenende gegen Nürnberg und Köln enttäuscht: „In beiden Spielen waren Punkte möglich. Das Spiel gegen Nürnberg durften wir niemals verlieren. Wir waren da am Schluss einfach nicht clever genug und haben nach dem 4:4 zu viel Risiko genommen. In Köln haben wir in den ersten 40 Minuten zu wenig getan, danach ist uns die Zeit ausgegangen. Köln war schlagbar. Um die positive Stimmung aufrechtzuerhalten, hätte uns zumindest ein Sieg am Wochenende gut getan.“

Roos blickte dann auf die kommenden Aufgaben mit den Heimspielen gegen Berlin und München und dem Auswärtsspiel am kommenden Sonntag in Schwenningen: „Wenn wir gegen Berlin nicht punkten und in Schwenningen verlieren, sind wir nächste Woche Letzter. Wir bekommen einfach zu viele leichte Gegentore und spielen häufig mit zu viel Risiko.“

Das ist auch in der Tabelle abzulesen. Die Pinguine haben trotz guter Leistungen ihrer Torhüter mit 70 Gegentoren nach Augsburg die zweitmeisten Treffer der Liga kassiert. Daran gilt es nun zu arbeiten. Wenn die Pinguine weiter um einen Play-off-Platz mitmischen wollen, darf es an den Wochenenden keine „Nullrunden“ mehr geben, es müssen immer mindestens drei Zähler eingefahren werden.

Optimismus verbreitet nach den beiden Niederlagen vom Wochenende Nationalspieler Daniel Pietta. „Null Punkte – das ist natürlich nicht das, was wir uns vorgestellt haben. Unsere beiden Auftritte waren aber nicht schlecht. Wenn wir die Fehler abstellen, die wir gegen Köln und Nürnberg gemacht haben, gewinnen wir auch wieder Spiele. Wir werden uns in dieser Woche gut auf die Spiele gegen Berlin und Schwenningen vorbereiten und werden dann auch Punkte holen“, meinte der noch 32-jährige Stürmer.

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