Krefeld Pinguine: Zugang Arturs Kruminsch kämpft um sein Leben

Pinguine: Zugang Arturs Kruminsch kämpft um sein Leben

Der 29-jährige Mittelstürmer der Schwarz-Gelben erfuhr am 27. Juni, dass er unter einer Krebserkrankung leidet und hat mit der Chemo-Therapie begonnen.

Mit einer traurigen Nachricht sorgten die Krefeld Pinguine gestern für einen Schock: Arturs Kruminsch ist an Krebs erkrankt. Der 29-jährige Mittelstürmer, der Mitte April von den Ravensburg Towerstars aus der DEL2 an die Westparkstraße gewechselt war, klagte bereits in der Vorsaison über Rückenschmerzen, befand sich in seinem Wohnort Dortmund in Behandlung und hatte im Mai mit dem Aufbautraining begonnen.

Nachdem er immer wieder Schwierigkeiten hatte, den Trainingsplan vollständig umzusetzen und über Rückenschmerzen klagte, folgten entsprechende ärztliche Untersuchungen. „Seit knapp drei Wochen kennt Arturs die Ursache seiner Beschwerden. Es folgten weitere Tests, nach welchen nun endgültig feststeht, was ihn die nächsten Monate erwarten wird“, erklärt Matthias Roos, Sportdirektor und Geschäftsführer der Pinguine. In den vergangenen Jahren ist der Neuzugang von Verletzungen verschont geblieben und hatte kaum ein Spiel verpasst. „Wir wünschen Arturs und seiner Familie die notwendige Stärke mit dieser Situation umzugehen und ihm die Kraft, den Willen und die Chance die Krankheit zu besiegen“, so Roos weiter.

 Der 29-jährige Mittelstürmer hat in den vergangnen fünf Jahren 260 Hauptrundenspiele in der DEL 2 absolviert. Dabei konnte der Spielmacher 59 Tore erzielen und 159 Vorlagen geben. Mit 218 Punkten zählt er zu den zehn besten Scorern der DEL 2. „Ich hatte mich auf Krefeld und die Chance mich in der DEL zu beweisen gefreut. Seit dem 27. Juni hat sich mein Leben allerdings schlagartig verändert. Als Leistungssportler ist es schwer, keinen Sport mehr treiben zu können. Ich glaube jedoch, dass mir mein Leben als Sportler, in dem ich den täglichen Wettkampf gewohnt bin, eine gute Chance gibt, den Krebs zu besiegen. Die nächsten Wochen werden hart, aber ich bleibe positiv und werde mich da durchkämpfen“, so die Worte von Arturs Kruminsch in der Pressemitteilung des Klubs.

Matthias Roos, der Arturs Kruminsch schon lange persönlich sehr gut kennt, betonte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Pinguine hinter dem Spieler stehen: „Wir hoffen auf einen idealen Therapieverlauf. Zunächst wollte Arturs mit seiner Krankheit nicht an die Öffentlichkeit gehen. Nach einem Gespräch haben wir uns dann am Freitag gemeinsam doch dafür entschieden.“

Obwohl derzeit nicht abzusehen ist, ob und wann der Center aufs Eis zurückkehren kann, wollen die Pinguine momentan nicht auf dem Transfermarkt aktiv werden. So einen spielstarken Mittelstürmer mit deutschem Pass findet man nicht so leicht. Ich habe mit unserem Trainer Brandon Reid gesprochen, für den unser Kader immer noch ausreichend besetzt ist. Diego Hofland oder Philip Riefers können zum Beispiel ja auch Center spielen“, sagte Roos.