Krefeld Pinguine: Wild Wings mischen die Pinguine auf

Krefeld Pinguine : Wild Wings mischen die Pinguine auf

Im ersten Saisonspiel auf fremdem Eis unterlagen die Krefelder gestern Nachmittag in Schwenningen mit 1:5. Erst nach dem Treffer von Müller wachten die Krefelder auf, ließen aber im Schlussdrittel ein Aufbäumen vermissen.

Weil jetzt wieder zwei Heimspiele auf dem Programm stehen, müssen die Pinguine noch eine Weile auf ihren ersten Auswärtssieg der neuen DEL-Eiszeit warten. Gestern kassierten sie in Schwenningen eine verdiente 1:5-Niederlage. Die 40 mitgereisten KEV-Fans hatten während der 60 Minuten nur in den letzten zehn Minuten des Mitteldrittel das Gefühl, ihre Mannschaft könnte war Zählbares mit auf die lange Heimreise nehmen. Doch im Schlussdrittel ergaben sich die Schwarz-Gelben ihrem Schicksal. So blieb es beim Ehrentreffer durch Marcel Müller.

Warm anziehen mussten sich die Pinguine bereits am Samstagabend, als sie kurz nach 20 Uhr im Ortsteil Villingen im Teamhotel Domeros eintrafen, denn dort war es bei gerade mal sechs Grad recht frisch. Justin Feser (Unterkörper-Verletzung) und Tommy Kristiansen (krank) waren nicht mitgefahren. Dafür war Joel Keussen wieder dabei, der aber nicht zum Einsatz kam. Gestern früh traf sich die Mannschaft nach einem kurzen Spaziergang zu einer Besprechung. "Wir haben uns gut vorbereitet, der Ausfall von Justin Feser tut natürlich weh, denn er war gerade sehr gut in Form. Wir müssen die ersten fünf Minuten gut überstehen. Schwenningen wird mit viel Dampf aus der Kabine kommen. Danach kommt es darauf an, die neutrale Zone schnell zu überwinden und die Torchancen gut zu nutzen," sagte Trainer Rick Adduono kurz vor dem Spiel im Gespräch mit unserer Zeitung. Martin Ness, Matthias Trettenes und Kevin Orendorz bildeten den zweiten Sturm. In der vierten Reihe gesellte sich immer ein Außenstürmer der ersten drei Reihen zu Mike Mieszkowski und Diego Hofland.

Nach vier Minuten war Adduonos Ziel bereits Makulatur. Die Wild Wings machten wie erwartet mächtig Dampf und gingen durch Poukulla, der von Nick St. Pierre nicht entscheidend gestört werden konnte, in Führung. Torhüter Andrew Engelage sah nicht gut aus. Die Scheibe ging unter seinem Schoner ins Netz. Auch danach blieben die Schwarzwälder am Drücker. Kurth traf in der 7. Minute die Latte, eine Minute später rettete Engelage bei einem mächtigen Geschoss von Simon Danner. In der 10. Minute dann die erste Überzahl für Krefeld, als der ehemalige Krefelder Kyle Sonnenburg in die Kühlbox musste. Die Pinguine kamen dabei zu keiner klaren Gelegenheit. Danach mussten kurz nacheinander Diego Hofland und Mike Mieszkowski auf die Strafbank. Beide Unterzahlspiele überstanden die Pinguine schadlos. Die beste Chance für Krefeld hatte Martin Ness in der fünften Minute. Sein Schuss ging aber knapp am langen Pfosten vorbei.

Zu Beginn des zweiten Drittels waren die Pinguine mit ihren Gedanken wohl noch in der Kabine. Denn nur so ist es zu erklären, dass Simon Danner nach 70 Sekunden völlig frei zum Schuss kam und die Scheibe unhaltbar ins linke obere Eck setzte. Die Schwarz-Gelben schauten nur zu. Als in der 30. Minute Martin Schymainski und Christoph Gawlik gemeinsam auf der Strafbank saßen, netzte Höfflin am langen Pfosten ein. Weiteres Ungemach drohte, als Maxi Faber unglücklich mit hohem Stock Mauer im Gesicht verletzte und für 2+2-Minuten auf die Sünderbank musste. Doch es kam ganz anders. Marcel Müller nahm Poukulla an der Mittellinie die Scheibe ab, lief alleine auf Strahlmeier zu und traf mit einem platzierten Schuss ins untere Eck. Das gab den Pinguinen Auftrieb. Sie vergaben aber bis zur zweiten Pause durch Daniel Pietta und Dragan Umicevic den Anschlusstreffer.

Ein Aufbäumen der Pinguine gegen die drohende erste Auswärtsniederlage war nur von kurzer Dauer. Außer einem Schuss von Kevin Orendorz, der knapp über den Kasten strich, ergaben sich keine Möglichkeiten für die Gäste. Stattdessen besiegelte Acton mit einem Schuss hoch unter die Latte die erste Saisonniederlage auf fremden Eis. Eine noch höhere Niederlage verhinderte Torwart Andrew Engelage, der insgesamt eine gute Leistung zeigte. In den letzten fünf Minuten tauchten die Pinguine zwar noch einmal häufiger im Schwenninger Drittel auf, aber so richtig in Gefahr geriet Torwart Strahlmeier nicht mehr. Insgesamt war die Leistung gestern zu dürftig. Den Schlusspunkt setzte Höfflin mit seinem zweiten Treffer.

(RP)