Krefeld Pinguine weiter ohne Mark Cundari

„Schmerzen noch zu stark“ : Pinguine weiter ohne Mark Cundari

Die Hoffnung, dass der neue Verteidiger am Wochenende wieder einsatzbereit ist, zerschlug sich am Mittwoch. Torwart Dimitri Pätzold soll spätestens Sonntag wieder zur Verfügung stehen. Chad Costello nicht beim Eistraining.

Die zwei auf den ersten Blick unnötigen Saison Auftaktniederlagen hinterließen im Lager der Pinguine mentale Spuren. Von der Lockerheit, die vor dem DEL-Start zu spüren war, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Stimmungslage im Team ist zwar nach wie vor nicht schlecht, doch eine Portion Frust war schon zu erkennen, als die Mannschaft am Mittwoch das Eis der Yayla-Arena betrat.

„Wir haben die ersten beiden Spiele intensiv analysiert. 39 Schüsse gegen Straubing und 45 gegen Augsburg gehen einfach nicht “, erklärte Brandon Reid am Mittwoch. Man haben die neutrale Zone zu leichtfertig dem Gegner überlassen: Zwischen unserer Abwehr und den beiden Stürmern für das Forechecking war die Lücke viel zu groß.“ Das hielt er seinen Schützlingen per Video vor Augen: „Heute im Training funktionierte das schon wieder sehr gut.“ Er glaubt, dass die Mannschaft jetzt weiß, was passiert ist und jeder seine Position einhält. Warum sein Team sich über weite Strecken nicht an die Spielstruktur hielt, begründete der Trainer so: „Die Spieler wirkten nervös, sie wollten unbedingt gut starten.“ Die Nervosität sei in Straubing auch der Grund für die schwache Ausbeute in Überzahl gewesen: „Im zweiten Spiel war das Powerplay besser.“ Zufrieden war er mit dem Unterzahlspiel: „Bei vier gegen fünf haben wir noch kein Gegentor kassiert.“

Das lag in erster Linie an Jussi Rynnäs. Der Finne hielt was zu halten war, ärgerte sich hinter aber trotzdem schwarz. „Er hasst es, wenn er nicht dafür sorgt, dass seine Mannschaft gewinnt. Auf die Frage, ob seine neue Nummer eins in der Lage ist, 50 Punktspiele zu absolvieren, antwortete Reid: „Bei 39 oder 45 Schüsse pro Spiel sicher nicht. Er ist körperlich in einer sehr guten Verfassung. Wenn es uns wie in der Vorsaison gelingt, im Schnitt 24 Schüsse zuzulassen, kann er alle Spiele machen. Aber das muss er dann auch nicht, weil wir mit Dimitri Pätzold einen zweiten sehr guten Torwart haben.“

Am Mittwoch absolvierte Pätzold ohne Probleme das komplette Training. Ob er aber am heutigen Donnerstag mit zum Auswärtsspiel in Ingolstadt (Freitag, 19.30 Uhr), fährt, ist fraglich. „Am Sonntag wird er aber bestimmt dabei sein“, sagte Matthias Roos. Als „herben Rückschlag“ bezeichnete der Sportdirektor die Tatsache, dass Mark Cundari weiter ausfällt, der eigentlich für das Wochenende eingeplant war. Doch die Oberkörperverletzung bereitet dem neuen Verteidiger weiter Probleme. „Es ist nichts Gravierendes, aber die Schmerzen sind noch zu stark“, sagte Roos.

Ein Buch mit sieben Siegeln ist momentan Justin Hodgman. Dass der 31-jährige Kanadier im Sommer nicht viel trainieren konnte und daher nicht in Bestform ist, stand schon bei seiner Verpflichtung fest. Doch scheinen bei dem Center immer wieder neue körperliche Probleme aufzutauchen. Es bleibt abzuwarten, ob er als einer von drei Pinguinen, die außer den beiden Torhütern schon in der NHL auf dem Eis standen, noch in optimale körperliche Verfassung kommt und das erhoffte Schnäppchen ist.

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