Krefeld Pinguine: Vinny Saponari könnte Deutscher werden

Außenstürmer der Pinguine: Saponari könnte Deutscher werden

Der jüngste Neuzugang für die kommende Saison ist der zehnte Kontingentspieler - aber Vinny Saponari hat eine deutsch-stämmige Mutter.

Mit Vinny Saponari präsentierten die Krefeld Pinguine am vergangenen Sonntag ihren zehnten Neuzugang für die Spielzeit 2018/19 in der DEL. Für den 28 Jahre alten Außenstürmer ist Krefeld die achte Station in seiner Karriere. Seine vorherigen Stationen lagen mit Sparta Prag (Tschiechien) und Frisk Asker (Norwegen) in Europa. Somit kennt er bereits die größeren Eisflächen, was sicher seine Eingewöhnungszeit verkürzen wird.

Vor seinem Wechsel nach Krefeld traf er mit Frisk Asker im Play-off- Halbfinale in Norwegen auf die Storhamar Dragons, bei denen sein künftiger Teamkollege Jacob Berglund stürmte. Storhamar gewann die Serie mit 4:1 und zog ins Finale ein.

Saporani wurde 2008 im „NHL Entry Draft“ von den Atlanta Thrashers in der vierten Runde gezogen. Für die USA nahm er 2007 und 2008 an den U-18 Weltmeisterschaften teil. In insgesamt 14 Spielen in beiden Turnieren erzielte der 1,85 Meter große und 88 Kilo schwere Stürmer zwei Treffer und gab fünf Torvorlagen. „Ich erinnere mich gerne an die beiden Weltmeisterschaften zurück. Eine Silbermedaille und eine Bronzemedaille sind grundsätzlich eine gute Sache. Nach dem ich mich 2016 entschieden hatte, nach Europa zu wechseln, freue ich mich nun nach Norwegen und Tschechien, auch Deutschland kennen zu lernen. Die DEL ist eine gute Liga, die meiner Art zu spielen entgegen kommen wird“, sagte Saponari.

Mit Saponari haben die Krefeld Pinguine jetzt zehn Kontingentspieler im Kader. In der DEL dürfen aber in jedem Spiel nur neun Importspieler auf dem Spielbericht stehen. Verpflichten kann jeder Verein im Laufe einer Saison elf Kontingentspieler. Im Augenblick würde das also bedeuten, dass immer einer dieser Spieler sich das Spiel von der Tribüne aus anschauen muss. Sportdirektor und Geschäftsführer Matthias Roos sagt dazu: „Bereits Mitte Juni hatten wir uns mit Vinny auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Ein Spieler mit seinen Möglichkeiten erhöht den Konkurrenzkampf in unseren vorderen Reihen. Mit ihm haben wir derzeit zehn Spieler im Kader, die eine Importstelle besetzen würden. Wir gehen davon aus, dass einer dieser zehn Spieler bis Ende August die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen wird.“ Nach RP-Informationen soll es sich bei dem Spieler, der die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen könnte, um Saponari handeln, weil seine Mutter Stephanie deutschstämmig sein soll. Der US-Amerikaner wird am kommenden Dienstag als letzter Spieler des derzeitigen Aufgebotes der Pinguine zum Kader stoßen. Saponari soll das Trikot mit der Nummer 74 bekommen.

Am Rande: Roos hatte in der vergangenen Woche im Gespräch mit unserer Redaktion mitgeteilt, dass Stürmer Mike Mieszkowski zu einem anderen Club in der DEL wechselt. Wie nun aus Nürnberg zu hören war, wird er wohl bei den Ice Tigers vor Anker gehen. Miezkowski hatte in der vergangenen Saison viel Verletzungspech und konnte nur acht Spiele absolvieren.