Krefeld Pinguine verpflichten Kirill Kabanov

Pinguine holen Stürmer: Pfeilschneller Kabanov kommt nach Krefeld

Die Krefelder gaben die Verpflichtung des russischen Außenstürmers bekannt, der vom dänischen Meister Aalborg an den Niederrhein wechselt und für die erste Reihe eingeplant ist. Mike Mieszkowski gehört nicht mehr zum Kader.

Wenn Kirill Kabanov Ende Juli nach Krefeld kommt und den König-Palast sieht, wird er sich wahrscheinlich sofort daran erinnern, dass er dort am 21. August 2014 mit dem schwedischen Meister Skelleftea AIK zum CHL-Spiel schon einmal zu Gast war und am Ende einen etwas glücklichen 2:1-Sieg feiern konnte. In der kommenden DEL-Saison wird der 25 Jahre alte Russe nun das Trikot der Pinguine tragen. Wie die RP bereits berichtete, folgt der Stürmer vom dänischen Meister Aalborg Pirates seinem Trainer Brandon Reid und seinem Teamkollegen Martin Lefebvre an den Niederrhein. Kabanov ist an der Seite von Daniel Pietta und Jordan Caron für die erste Sturmreihe eingeplant. Damit sind die personellen Planungen für die neue Eiszeit abgeschlossen. „Ich freue mich, dass wir alle Wünsche unseres neuen Trainers erfüllen konnten. In der Tiefe sind wir stärker besetzt als in der Vorsaison. Ich hoffe, dass jetzt nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren Fans die Vorfreude auf die neue Saison steigt“, sagte gestern Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz.

Kirill Kabanov stammt aus der Talentschmiede des russischen Topklubs Sparta Moskau. 2009 zog es ihn nach Nordamerika, wo er drei Jahre später mit den Shawinigan Cataractes aus der QMJHL den „Memorial Cup“ gewann. Ein Jahr später wurde er von den New York Islanders aus der NHL gedraftet, kam aber über Testspiele mit dem Team nicht hinaus und spielte zwei Jahre für Bridgeport in der AHL. 2014 wechselte er zu Skelleftea AIK, wo er in 70 Spielen (einschl. Play-offs) auf 44 Scorerpunkte (20/24) kam. Dazu ragte sein Plus-Minus-Wert heraus.

Ein Jahr später kehrte er nach Russland zurück, kam aber in der KHL aufgrund von Verletzungen und persönlichen Problemen bei den Klubs Salavat Yulaev Ufa und Neftekhimik Nizhnekamsk insgesamt nur auf 14 Einsätze. In Schweden nahm er dann zunächst bei MODO Hockey und anschließend in Aalborg mit Erfolg einen neuen Karriereanlauf. „Ich wollte Kirill unbedingt mit nach Krefeld bringen. Ich sehe in ihm die perfekte Ergänzung zu Daniel Pietta und Jordan Caron. Damit verfügen wir sicherlich über eine der gefährlichsten Sturmreihen in der DEL. Er ist läuferisch und technisch hervorragend ausgebildet. Den Karriereknick hat er überwunden und sich in der zweiten Saisonhälfte zu unserem besten Stürmer in Aalborg entwickelt“, sagt Trainer Reid.

Kabanov, der zu den schnellsten Außenstürmern aller europäischen Ligen zählt, sagte zu seinem Wechsel: „In Schweden habe mein bestes Hockey gespielt. Die Entscheidung nach Russland zurückzukehren bereue ich nicht. Ich habe dort viel gelernt. Ich freue mich auf Krefeld und kenne meine Rolle im Team. Natürlich wollte ich auch weiterhin unter dem Trainer spielen, dem ich vertraue und bei dem ich mich wohl fühle.“ Der 189 cm große und 92 kg schwere Rechtsschütze erhält die Trikotnummer 17 die zuletzt Förderlizenzspieler Louis Spitzner und auch Torjäger Charlie Stephens trug.

Nicht mehr zum Team der Pinguine gehört Stürmer Mike Mieszkowski, dessen Vertrag Ende der vergangenen Saison ausgelaufen ist. Ob Diego Hofland und Maxi Faber bleiben, die beide noch einen Vertrag für die neue Eiszeit besitzen, soll Trainer Reid während der Vorbereitung entscheiden. „Ich bin froh, dass unsere Kader jetzt schon komplett ist und wir so optimal mit der Vorbereitung beginnen können“, sagte Matthias Roos. Der Sportdirektor und Geschäftsführer trat am Donnerstag mit einem „sehr guten Gefühl“ einen dreiwöchigen Urlaub nach Kalifornien und Hawaii an: „Mit der DEL und den Wirtschaftsprüfern ist in Sachen Lizenz alles in trockenen Tüchern. Wir befinden uns in allen Bereichen auf einem sehr guten Weg und sehen der neuen Saison mit sehr viel Vorfreude entgegen.“

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