Krefeld Pinguine verlieren Spiel und Torhüter Rynnäs mit einer Gehirnerschütterung

2:5-Pleite in Schwenningen : Pinguine verlieren Spiel und Torhüter Rynnäs

Die Krefeld Pinguine verlieren bei den Schwenninger Wild Wings mit 2:5. Torhüter Jussi Rynnäs muss bereits nach fünf Minuten mit einer Gehirnerschütterung vom Eis.

Die Krefeld Pinguine unterlagen am vor 3.292 Zuschauern, darunter etwa zehn Fans der Schwarz-Gelben, bei den Schwenninger Wild Wings mit 2:5 (0:2, 1:2, 1:1). Damit blieb die Auswahl von Trainer Brandon Reid zum ersten Mal in dieser Saison ohne Punkt. Die Gastgeber entwickelten deutlich mehr Zug zum Tor und gewannen verdient. Bei den Pinguinen sorgte nur die erste Sturmreihe mit Daniel Pietta, Grant Besse und Chad Costello für Gefahr.

Noch schmerzlicher als die Niederlage dürfte aber die Verletzung des bis jetzt so starken Torhüters Jussi Rynnäs sein. Er musste bereits in der fünften Minute mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Eis und wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Einsatz des Torhüters im Heimspiel am Sonntag gegen Bremerhaven (14 Uhr) ist unwahrscheinlich.

„Wir müssen jeden Zweikampf annehmen und noch einfacher und ausbalancierter spielen wie am Sonntag gegen Iserlohn“, hatte Trainer Reis vor dem Spielö gesagt. Doch die Gastgeber setzten die Pinguine nach dem Auftaktbully gleich unter Druck. Schrecksekunde dann nach 57 Sekunden für die Krefelder. Verteidiger Philipp Bruggisser erwischte bei einem Zweikampf mit dem Schwenninger Markus Pokkulla seinen Torwart Jussi Rynnäs mit dem Ellenbogen am Kopf. Pokkulla wanderte für zwei Minuten auf die Strafbank. In  Überzahl ließen die Pinguine durch Vinny Saponari und Costello zwei gute Chancen ungenutzt. Nach einer Behandlungspause konnte Rynnäs zunächst weiterspielen, musste aber dann mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in die Kabine. Für ihn rückte der wiedergenese Dimitri Pätzold ins Tor. Nach nur 117 Sekunden musste der Goalie zum ersten Mal hinter sich greifen. Marcel Kurth staubte in Überzahl zum 1:0 für die Gastgeber ab. Auch ihre zweite Überzahl, Pätzold hatte den Puck über die Bande befördert, nutzten die Gastgeber. Pokkulla fälschte einen Schuss von Christoph Fischer unhaltbar zum 2:0 ab (17.).

Den zweiten Abschnitt begannen die Pinguine in Überzahl. Die beste Gelegenheit zum Anschlusstreffer hatte Topscorer Costello, er traf den Pfosten. Dann waren aber wieder die Wilden Schwäne am Zug. Jamie MacQueen und Cedric Schiemenz sorgten mit den Treffern zum 4:0 vorzeitig für die Entscheidung. Costello traf 129 Sekunden vor der zweiten Pause nach schöner Vorarbeit von Saponari noch zum 1:4.

Den Schlussabschnitt begannen die Schwarz-Gelben in Unterzahl, weil Daniel Pietta noch eine Strafe abbrummte. Diese Gelegenheit nutzte Patrick Cannone zum 5:1. Keeper Pätzold ist  kein Vorwurf zu machen, denn er ist nach einer langwierigen Verletzung erst wieder seit zehn Tagen im Training. Als Bruggisser den Puck in der 45. Minute zum 5:2 in den Kasten von Dustin Strahlmeier hämmerte, war dies nicht merh als Ergebniskosmetik.