Krefeld Pinguine verlieren mit 1:2 bei den Augsburger Panthern

1:2-Niederlage in Augsburg : Pinguine in Überzahl zu harmlos

Die Krefelder unterlagen am Sonntagmittag im Kampf um Platz zehn in ihrem „Endspiel“ in Augsburg mit 1:2. Torwart Oskar Östlund erneut ein starker Rückhalt für das Team. Gespräche über die Zukunft wurden fortgesetzt.

Die Pinguine vergaben wohl ihre letzte kleine Chance, im Rennen um Platz zehn zu bleiben. Durch die 1:2-Niederlage in Augsburg beträgt der Abstand auf das rettende Ufer 14 Punkte. In einem typischen Spiel, wenn es für beide Mannschaften um viel geht, hielt Torwart Oskar Östlund die Pinguine ab dem zweiten Drittel lange im Spiel. Seine Vorderleute vergaben aber in Überzahl den möglichen Sieg. Am Montag beginnt die zwölftägige Länderspielpause. Bis zum nächsten Heimspiel gegen Berlin (14.2.) dürfte klar sein, wie es um die Zukunft der Pinguine bestellt ist. Am Wochenende wurden weiter viele Gespräche, besonders unter den Alt-Gesellschaftern, geführt.

Die Pinguine hatten sich am Samstag auf dem Weg in die Fuggerstadt gemacht, wo sie von Dauerregen begrüßt wurden. Mit im Bus saß auch Grant Besse. Der Außenstürmer hatte am Freitag nach einem Check von Luca Dumont das Eis verlassen müssen. Der Verdacht einer Gehirnerschütterung bestätigte sich nicht. Der Kölner wurde für zwei Spiele gesperrt. Die Pinguine wurden von gut 80 Fans unterstützt. Einige der Fans hatten am Samstag das Spiel des KFC Uerdingen in Unterhaching besucht.

Das letzte Hauptrundenduell zwischen beiden Teams war ein „Endspiel“. Die Augsburger wollten sich endgültig einen ihrer beiden Verfolger befreien. Für die Pinguine war es praktisch die letzte Chance, im Rennen um Platz zehn zu bleiben. Die Panther kamen an ihrem Familientag mit reichlich Heißhunger aus der Kabine und setzten die Krefelder stark unter Druck. Es dauerte bis zur 7. Minute, ehe Jacob Lagacé die erste Torchance der Gäste besaß und an Torwart Roy scheiterte. Das war aber ein Weckruf für sein Team, das sehr gut ins Spiel kam. Besse vergab eine gute Einschussmöglichkeit (9.). Bis zur Pause war das Match ausgeglichen. Dabei gingen die Hausherren durch einen verdeckten Distanzschuss von Lamb in Führung (17.).

Das Mitteldrittel begannen die Pinguine mit einer Restüberzahl. Eine Torchance ergab sich aber nicht. Die hatte dann Daniel Pietta, der bei einem Konter knapp das lange obere Eck verfehlte (23.). Die Panther erhöhten den Druck. Aber Torwart Oskar Östlund war bei Großchancen durch Payerl, Sezemsky, Meyenschein, Kosmachuck und Schmölz glänzend postiert.

Die Pinguine konnten zu Beginn des Schlussdrittels ihre zweite Überzahl nicht nutzen. Vinny Saponari zielte am Tor vorbei. Kurz vor Ende der Überzahl standen zu viele Pinguine auf dem Eis. Doch ihre erste Unterzahl überstanden sie ohne Probleme. Dann musste sich Östlund zum zweiten Mal geschlagen geben, aber Payerl hatte den Puck absichtlich mit dem Schlittschuh ins Tor gelenkt. Dann verhinderte Östlund gegen Trevelyan mit einer super Parade das 0:2. (47.). So blieb das Match spannend. Besonders nach dem Ausgleich der Krefelder. Den erzielte Phillip Bruggisser mit seinem achten Überzahltreffer der Saison. Vier Minuten vor dem Ende musste Pietta auf die Strafbank. Die Panther zeigten, warum sie das zweitbeste Team der Liga in Überzahl sind und machten enorm viel Druck. Als Pietta gerade aufs Eis zurückkehrte, traf Kosmachuk mit einem verdeckten Gewaltschuss. Die Pinguine kamen in den letzten zwei Minuten nochmal in Überzahl und nahmen zusätzlich 100 Sekunden vor dem Ende Torwart Östlund vom Eis. Doch der letzte Schuss war eine sichere Beute von Torwart Roy.