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Krefeld Pinguine verlieren gegen die Nürnberg Ice Tigers 3:4

3:4-Niederlage gegen Nürnberg : Fehler der Pinguine eiskalt bestraft

In einem offensiv geführten Eishockeyspiel unterlagen die Krefelder im Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 3:4. Die Gäste stellten im zweiten Drittel die Weichen auf Sieg. Pierre Beaulieu bleibt Trainer der Schwarz-Gelben.

Es waren mal wieder Fehler im eigenen Drittel, die den Pinguinen am Sonntagabend im Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers zum Verhängnis wurden. Besonders im zweiten Drittel hatten die Gäste aus dem Frankenland vor nur 3408 Zuschauern offensiv mehr zu bieten und gewannen am Ende nicht unverdient mit 3:4. Nun bietet sich den Krefeldern nur noch am kommenden Sonntag (14 Uhr) die Chance, ihre negative Heimbilanz aufzupolieren und sich mit einem Sieg in den Urlaub zu verabschieden. Dann ist allerdings Hauptrundenmeister München zu Gast. Am 13. März steigt die Saisonabschlussparty mit den Fans.

Am Rande des Spiels brodelte wie eigentlich immer so kurz vor Ende der Hauptrunde die personelle Gerüchteküche. Demnach sollen die Verträge von Alex Trivellato und Laurin Braun schon verlängert sein. Bei Chad Costello droht eine Hängepartie. Er soll auch bei den Straubing Tigers auf der Wunschliste stehen. Im Gespräch ist auch Christian Ehrhoff. Der Kölner „Express“ meldete am Sonntag, dass der EX-NHL-Star bei den Haien als Sportdirektor im Gespräch ist. Kein Gerücht ist, dass Pierre Beaulieu Trainer der Pinguine bleibt. Das bestätigte Sportdirektor Matthias Roos.

Eishockey gespielt wurde aber auch noch. Obwohl die Nürnberger schon vor dem Spiel für die Pre-Play-offs qualifiziert waren, geht es für sie noch um das Heimrecht für die Best-off-Three-Serie. Die Pinguine hatten sich nach der Abwehrschlacht in Mannheim fest vorgenommen, ihre Fans im vorletzten Heimspiel zu begeistern. Ferner wollten sie Chad Costello die Topscorer-Krone der DEL sichern. Vor dem Spiel war der Kanadier vom Mannheimer Smith um einen Punkt von Platz eins verdrängt worden. Entsprechend offensiv begannen die Gastgeber. Bereits nach wenigen Sekunden musste Torwart Treutle gegen Justin Hodgman und Kai Hospelt in höchster Not klären. Die erste Großchance besaßen allerdings die Gäste, doch Torwart Oskar Östlund meisterte einen Schuss von Skille aus kurzer Distanz. Beim ersten Powerbreak rollten die gut 50 Fans der Ice Tigers ein Transparent mit der Aufschrift „Fester als das stärkste Tau, Glückwunsch KEV.“ Dafür erhielten sie lang anhaltenden Applaus. Der war gerade verhallt, da fälschte Grant Besse einen harten Schuss von Laurin Braun zur Führung ab. Warum die Hauptschiedsrichter den Videobeweis bemühten, bleibt wohl ihr Geheimnis. Der Torschütze verletzte sich dabei am Zeigefinger der rechten Hand, konnte nach kurzer Behandlung weiterspielen. Als einige Zuschauer schon auf dem Weg zum Pausen-Getränk waren, erzielte Fischbuch 12 Sekunden vor der Sirene den Ausgleich. Östlund war ohne Abwehrchance.

Im zweiten Drittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Binnen 83 Sekunden fielen drei Treffer, aber nur einer für die Pinguine. Daniel Pietta sorgte für den 2:2-Ausgleich, den Costello mit vorbereitete. Damit zog er in der Topscorerliste mit Smith gleich. Gerade war der Jubel der KEV-Fans verstummt, da gingen die Franken wieder in Führung, und das nicht unverdient, weil auf ihr Konto mehr Torchancen gingen. Torwart Östlund verhinderte bis zur zweiten Pause mit zwei Paraden einen höheren Rückstand.

Zun Beginn des Schlussdrittels bot sich für die Nürnberger die große Chance, ihren Vorsprung auszubauen. Denn Phillip Bruggiser kassierte die erste Strafe für Krefeld. Dann gesellte sich Philip Riefers zum Dänen auf die Strafbank, so dass die Gäste für 57 Sekunden in doppelter Überzahl waren. Dabei verhinderte Östlund gegen Eder mit einem Riesensave den vierten Gegentreffer. Fünf Minuten vor Ende  verpassten die Pinguine in Überzahl den Ausgleich. 104 Sekunden vor Schluss nahm Trainer Beaulieu seine Auszeit und Torwart Östlund vom Eis. Das nutzten die Ice Tigers mit einem Empty-Net-Treffer eiskalt aus. Doch für den Schlusspunkt sorgten die Pinguine, als Besse 20 Sekunden vor der Sirene seinen zweiten Treffer an diesem Abend erzielte, leider zu spät.