Krefeld Pinguine verlieren bei den Eisbären Berlin

Deutsche Eishockey Liga : Krefeld Pinguine verlieren bei den Eisbären Berlin

Im ersten Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause unterlag die Mannschaft von Trainer Brandon Reid am Freitagabend an der Spree vor 12.107 Zuschauern mit 3:5.

Berlin war für die Krefeld Pinguine am Freitagabend jetzt schon zum dritten Mal in Folge keine Reise wert. Dabei hatte die Mannschaft vom Niederrhein im zweiten Saisonduell gegen die Eisbären auf ein starkes Debüt ihres neuen Torwarts Ilya Proskuryakov gehofft. Doch der Russe konnte seinem Team nicht den Rücken stärken und gab einen insgesamt unglücklichen Einstand im Dress der Schwarz-Gelben. Im Schlussdrittel sorgten die Gastgeber mit einem Doppelschlag innerhalb von 107 Sekunden für die Vorentscheidung und gewannen am Ende verdient mit 5:3.

Am Donnerstag waren die Pinguine um 20.30 Uhr in Berlin eingetroffen und schlugen ihre Zelte in einem Hotel in Köpenick auf. Auf das Pre-Game-Skating verzichtete Trainer Brandon Reid. Lediglich Ilya Proskuryakov, Philipp Kuhnekath und Travis Ewanyk gingen aufs Eis, damit sich der neue Torwart vor Ort auf sein Debüt einstellen konnte. Vor dem Warm-Up lag der Russe im Kabinengang auf dem Boden und absolvierte jede Menge Dehnübungen. Nach dem Auftaktbully sorgten seine Vorderleute dafür, dass er erst in der fünften Minute den ersten Schuss auf sein Tor bekam. Aber der schlug am kurzen Pfosten ein, weil zuvor Mathias Trettenes den Puck nicht auf dem Drittel beförderte und dann auch noch Torsten Ankert seinem Goalie die Sicht versperrte.

Die Antwort der Pinguine folgte zwei Minuten später, als Jacob Berglund seinen Schläger in einen Schuss von Patrick Seifert hielt und so für den Ausgleich sorgte. In der Folge war das Match arm an Torchancen. Glück hatte die Eisbären in der 11. Minute, als Philip Riefers den Außenpfosten traf. Sekunden vor der ersten Pause kassierte Greger Hanson die erste Strafe des Spiels. Den Rest ihrer Überzahl nahmen die Eisbären mit ins zweite Drittel und gingen 40 Sekunden nach Wiederbeginn durch Noebels wieder in Führung. Diesmal dauerte die schnelle Antwort der Krefelder nur 21 Sekunden. Torwart Poulin kullerte der Puck nach einem Schuss von Berglund durch die Schoner. Chad Costello staubte eiskalt ab. Bis zur zweiten Pause verflachte die Begegnung. Die Pinguine vergaben bei einer doppelten Überzahl die Führung. Auch das Schlussdrittel eröffneten sie mit einem Mann mehr auf dem Eis. Dabei vergab Berlund die mögliche Führung. Anstatt zu schießen, spielte er den Puck noch einmal ab und die Berliner konnten klären. Die Eisbären übernahmen danach das Kommando und gingen erneut in Führung. Dabei sah Torwart Proskuryakov nicht gut aus. Diesmal blieb die schnelle Antwort der Pinguine aus, im Gegenteil. Nur 107 Sekunden später erhöhten die Hausherren durch einen fulminanten Schlagschuss von Hördler auf 4:2. Für die Krefelder ergaben sich zwei hochkarätige Chancen zum Anschlusstreffer. Aber Torwart Poulin zeigte gegen Alex Trivellato und Daniel Pietta, war er der beste Torwart der Liga ist. In der 53. Minute musste sich der Kanadier aber dann doch geschlagen geben, als Costello kurz vor dem Tor völlig freistand und auf 3:4 verkürzte. Sollte es noch einmal spannend werden? Nein, weil Berlins Kapitän Rankel in der 58. Minute den Sieg seines Team mit einem durchaus haltbaren Schuss endgültig besiegelt.

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