Krefeld Pinguine verlieren auch „Endspiel“ zwei

2:4-Heimniederlage gegen Nürnberg : Pinguine verlieren auch „Endspiel“ zwei

Im Kampf um Platz zehn mussten die Krefelder am Sonntag im Heimspiel gegen die Nürnberger Ice Tigers eine bittere 2:4-Niederlage hinnehmen. Die Gäste drehten das Match innerhalb von zehn Sekunden. Hanson erzielt beide Treffer.

Sonntag war der Tag der Pinguine. Der hat seine Wurzeln in Amerika und gilt im Kalender als einer der kuriosesten Feiertage der Welt. Sonntag war leider nicht der Tag der Krefeld Pinguine. Dabei verlief das zweite „Endspiel“ um Platz zehn gegen die Ice Tigers überaus kurios. Die Schwarz-Gelben waren insgesamt die bessere Mannschaft und führten bis zur 50. Minute mit 2:1. Doch binnen zehn Sekunden drehten die Gäste aus dem Frankenland etwas glücklich das Match und brachten den Sieg danach clever über die Zeit. Damit haben die Krefelder die Chance auf einen Platz in den Pre-Play-offs vorerst nicht mehr selber in der Hand. Allerdings müssen die Franken auch erst mal ihre beiden Nachholspiele gewinnen.

Vor dem ersten Bully gab es eine Gedenkminute für den in diesem Monat im Alter von 80 Jahren verstorbenen KEV-Spieler Klaus Stenders. Martin Schymainski erhielt für seinen 600. Einsatz in der DEL ein Trikot mit der Nummer 600. Die schwache Vorstellung am Freitag in Iserlohn wirkte sich auf die Zusammenstellung des Krefelder Kaders aus. Trainer Brandon Reid stellte drei neue Verteidiger-Pärchen zusammen. Vorne begnügte er sich mit elf Stürmern. Adrian Grygiel musste zusammen mit Patrick Seifert auf die Tribüne. Philipp Kuhnekath spielte für Herne, wo er neues Selbstvertrauen tanken soll. Bei den Ice Tigers kehrten vier von den acht Spielern aufs Eis zurück, die sich bei einem Besuch eines Kinderkrankenhauses den Noro-Virus eingefangen und daher am Freitag im Heimspiel gegen Wolfsburg gefehlt hatten. Sie reisten erst am Sonntag nach Krefeld.

In beiden Lagern war deutlich zu spüren, dass mehr auf dem Spiel stand als in einem normalen Punktspiel. Die Pinguine erwischten den besseren Start. Jacob Berglund, der im vierten Sturm Doppelschichten fuhr, scheiterte mit einem Distanzschuss an Torwart Treutle. In Überzahl verpasste Jubilar Schymainski die Führung (12.). Die Schwarz-Gelben blieben bis zur Pause am Drücker und hatten deutlich mehr Schüsse auf ihrem Konto. Doch Torwart Treutle stand sicher. Die Gäste gingen mit nur einer klaren Torchance in die Pause. Dabei scheiterte Gilbert an Torwart Dimitri Pätzold (9.).

Zu Beginn des zweiten Drittels fiel dann die lange überfällige Führung. Daniel Pietta, der wie Berglund ebenfalls in der vierten Reihe aushalf, setzte sich in der Ecke gegen zwei Ice Tigers durch und bediente Greger Hanson mit einem schönen Pass. Der Schwede stand kurz vor dem Tor kurz frei und ließ Treutle keine Abwehrchance (22.). Die Gäste schockte das nicht. Torwart Pätzold verhinderte mit zwei Großtaten gegen Segal (25.) und Buck (26.) den Ausgleich. Im Gegenzug wurde Chad Costello schön freigespielt, doch Treutle war erneut glänzend postiert. Das Spiel war jetzt ausgeglichen. Hanson konnte seine zweite gute Einschussmöglichkeit nicht nutzen. Bei der zweiten Krefelder Überzahl wäre fast der Ausgleich gefallen. Bei einem Ausflug von Pätzold rollte der Puck wie ein Rad auf ihn zu. Beim Versuch, den Puck aus der Gefahrenzone zu befördern, landete das Spielgerät genau auf Actons Schläger, der sofort abzog. Der Torwart konnte den Schuss so gerade eben mit dem Schoner abwehren.

Besser machten es die Nürnberger bei ihrer zweiten Überzahl. Reimer wurde mit einem Traumzuspiel freigespielt und traf mit einem satten Schuss ins lange obere Eck (42.). Die Pinguine schockte der Treffer keineswegs. Phillip Bruggisser zielte knapp über den Kasten (44.). Dann schlug die vierte Reihe mit „Gastspieler“ Pietta erneut zu. Hanson drückte die Scheibe im Slot über die Linie (45.). Die jubelnden KEV-Fans wurden kurz darauf innerhalb von nur 10 Sekunden in eine Schockstarre verletzt. Erst lenkte sich Pätzold den Puck mit seiner Kelle selber ins Tor (50.). Nur zehn Sekunden später konnte er einen Schuss von Acton nur abprallen lassen. Segal war zur Stelle und brachte sein Team erstmals in Führung. Dieser Doppelschlag lähmte die Pinguine. Sie versuchten zwar, den Ausgleich zu erzielen. Aber die Ice Tigers ließen nichts mehr zu. Als Pätzold 87 Sekunden vor dem Ende sein Tor verlassen hatte, sorgte Dupuis mit einem Schuss ins leere Krefelder Tor für die Entscheidung.

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