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Krefeld Pinguine verlieren 100. Derby gegen Haie

0:7-Heimniederlage : Krefeld Pinguine verlieren 100. Derby gegen die Kölner Haie

Die Krefelder mussten sich am Sonntag in der Yayla-Arena den Kölnern mit 0:7 geschlagen geben. Zwei Doppelschläge binnen weniger Sekunden brachten die Gäste auf die Siegerstraße. Diese Woche soll der neue Trainer kommen.

Die Pinguine sind nach ihrem ersten Saisonsieg am Freitag in Iserlohn 48 Stunden später schon wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Im 100. DEL-Derby gegen die Kölner Haie mussten sie sich in der Yayla-Arena mit 0:7 geschlagen geben. Die Gäste vom Dom stellten nach sechs Niederlagen in Folge die Weichen mit zwei Doppelschlägen innerhalb von wenigen Sekunden auf Sieg. Die Krefelder verpassten bei ihrem guten Start ins Spiel die Führung, um den verunsicherten Haien gefährlich werden zu können. An Kampf und Einsatzwillen fehlte es den Schwarz-Gelben bis zum Schluss nicht, um die Niederlage erträglicher zu gestalten. Aber insgesamt waren sie den Haien klar unterlegen. Bis zum nächsten Spiel dauert es nun eine komplette Woche. Dann steigt gegen die DEG das nächste Derby auf fremden Eis. Gut möglich, dass dann ein neuer Trainer hinter der Bande stehen wird. Der Sportliche Leiter Sergej Saveljev erklärte am Freitag im Gespräch mit unserer Zeitung, dass er drei Kandidaten zur Auswahl habe.  Es hält sich das Gerücht, der Kanadier Greg Holst, der zuletzt bis 2019 viele Jahre in Österreich tätig war und auch den Pass des Alpenlandes besitzt, zu diesem Trio gehört.

Nach dem Motto, „never change a winning team“, hatte Boris Blank sein Aufgebot nach dem ersten Saisonsieg in Iserlohn nicht verändert. Lediglich Philipp Kuhnekath stand für Patrick Klöpper als 13. Stürmer auf dem Spielberichtsbogen. Torwart Sergei Belov hatte am Morgen nach dem Pre-Game-Skating grünes Licht für seinen Einsatz gegeben. Die Haie strahlten nach ihrer Ankunft in Krefeld trotz ihrer sechs Niederlagen in Folge Zuversicht aus. Schließlich hatten sie in der Yayla-Arena ihr erstes Saison-Gastspiel mit 7:2 gewonnen. Sie konnten wieder auf Stürmer Zach Sill bauen, der seine Sperre  abgesessen hatte. 

Die Pinguine knüpften zunächst nahtlos an die gute Leistung vom Iserlohn-Spiel an und nahmen Kölns Torwart Pogge unter Beschuss. Doch der Kanadier war stets zur Stelle. Doch bei der zweiten Torchance der Gäste schepperte es im Tor von Belov. Nach einem Fehler in der neutralen Zone bediente Ex-Pinguine Ma. Müller Torjäger Sheppard, der alleine auf Belov zulief und eiskalt die Führung erzielte. Nur 15 Sekunden später bekamen die Pinguine nach einem Fernschuss von D. Tiffels den Puck nicht aus dem Slot. Barinka staubte zum 2:0 für die Gäste ab. Trainer Boris Blank nahm sofort seine Auszeit und erinnerte seine Schützlinge nochmal an seinen Gameplan. Das nahm sich die Mannschaft zu Herzen und drängte auf den Anschlusstreffer. Brett Olson scheiterte mit einem Rückhandschuss an Pogge. Dann verpassen die Schwarz-Gelben in Überzahl ihren ersten Treffer.

Im zweiten Drittel waren 110 Sekunden gespielt, da war schon die Vorentscheidung gefallen. Als Lucas Lessio auf der Strafbank saß, konnten Torwart Belov und Alex Trivellato das Zuspiel von Akeson durch den Slot auf Sheppard nicht verhindern, der zum 3:0 nur noch seine Schlägerspitze hinhalten brauchte. Und 69 Sekunden später erhöhte Matsumoto mit einem tollen Schuss ins lange obere Eck auf 4:0. von diesem erneuten Doppelschlag erholten sich die Pinguine nicht mehr. Der Ex-Pinguin Zerressen sorgte mit einem Fernschuss für das 5:0 (32.). Belov war die Sicht versperrt. Dennoch hatte Trainer Blank ein Einsahen mit seiner Nummer 1 und schickte Nikita Quapp ins Tor. Die Pinguine überstanden bis zur zweiten Pause noch eine Strafe gegen Alex Blank. Olson scheiterte bei einer guten Chance an Pogge (40.).

Im Schlussdrittel bemühten sich die Pinguine weiter, einen Treffer zu erzielen. Doch der Puck landete wieder im eigenen Tor. D. Tiffels machte das halbe Dutzend voll  (48.). Auch bei zwei Strafen gegen die Haie wollte der Ehrentreffer nicht gelingen. Der junge Justin Volek hatte noch seinen ersten DEL-Treffer vor Augen, doch traf im Slot den Puck nicht richtig (52.). Den Schlusspunkt setzte Kölns Sheppard mit seinem dritten Treffer (58.). Stadionsprecher Kristian Peters-Lach, der am Sonntag Geburtstag feierte, verabschiedete sich mit den Worten: „Diesen Geburtstag werde ich nicht vergessen.“