Krefeld Pinguine: Turnier-Sieg in Dresden, aber Mark Cundari verletzt

Krefeld Pinguine : Turnier-Sieg in Dresden, aber Mark Cundari verletzt

Die Krefelder gewannen erstmals seit 2013 wieder ein Finale. Torwart Albrecht war gegen die Eislöwen ein starker Rückhalt, es gab aber auch eine schlechte Nachricht.

Die Trophäen-Sammlung der Krefeld Pinguine ist um einen Pokal reicher. Die Mannschaft von Trainer Brandon Reid wurde in Dresden beim Vierer-Turnier um den „Müller‘s Fanshop Cup“ ihrer Favoritenrolle gerecht Die Schwarz-Gelben setzten sich am Sonntagabend im Finale gegen Gastgeber und Zweiligist Eislöwen Dresden mit 6:3 durch. Es war der erste Turniersieg während einer Vorbereitung seit 2013. Damals hatten die Krefelder das Finale beim „Internationalen Ice Hockey Cup“ im niederländischen Dordrecht gegen die Kölner Haie mit 4:1 gewonnen.

Vor allem Moral und Einstellung stimmten im Eisstadion an der Elbe. In beiden Spielen drehte das Team Rückstände und präsentierte sich auf und abseits des Eises als geschlossene Einheit. Elf Treffer in zwei Spielen sind eine gute Ausbeute. Sieben Gegentore trotz guter Torwartleistungen aber deutlich zu viel. Eine Oberkörperverletzung von Verteidiger Mark Cundari aus dem ersten Turnierspiel am Samstag gegen Litvinov trübte ein wenig die Sieges-Stimmung beim Team und den 30 mitgereisten Fans.

Durch einen 5:4 (1:1,2:2,2:1)-Erfolg gegen den tschechischen Erstligisten Litvinov waren die Pinguine, für die Daniel Pietta als Kapitän auflief, ins Finale eingezogen. Die Auswahl von Trainer Brandon Reid machte dabei dreimal einen Rückstand wett. Bereits nach sieben Sekunden lag der Puck nach einem Schnitzer von Alex Trivellato im Netz von Jussi Rynnäs. Kai Hospelt (5.) glich aus und Chad Costello (23.) brachte die Krefelder im zweiten Abschnitt in Führung. Nach zwei Treffern der Tschechen erzielte Vinny Saponari (36.) das 3:3. In der 49. Minute ging Litvinov noch mal In Führung. Torjäger Costello machte dann mit zwei Treffern (52., 55.) den Sieg perfekt und wurde so zum Spieler des Abends. Spielerisch lief bei den Pinguinen, die ab der 10. Minute auf Verteidiger Mark Cundari wegen einer Oberkörperverletzung verzichten mussten, noch nicht alles rund, aber die Mannschaft zeigte viel Moral und Kampfgeist. „Wir haben solide gespielt und guten Charakter gezeigt. Gegen Dresden müssen wir in der Defensive stabiler sein, in Unterzahl über 60 Minuten besser spielen und mehr Bullies gewinnen,“ sagte Trainer Reid hinterher.

Das sollte mit den veränderten Sturmformationen gelingen, die der Coach bereits im letzten Drittel gegen Litvinov aufs Eis geschickt hatte. Vor allem für die geänderte Formation um Daniel Pietta, für den diesmal Jacob Lagace das C auf der Trikotbrust trug, hatte der Coach noch ein Sonderlob parat: „Durch die Hereinnahme von Grant Besse für Jeremy Welsh hat diese Reihe an Explosivität gewonnen.“ Im Tor erhielt Ennio Albrecht wie vorher abgesprochen auf Grund guter Trainingsleistungen den Vorzug vor Jussi Rynnäs. Bereits nach 31 Sekunden ließen seine Vorderleute den jungen Torhüter im Stich, so dass Dale Mitchell unbedrängt zum 1:0 für die Hausherren einschießen konnte. Ab der fünften Minute nahmen die Pinguine das Heft in die Hand und drängten auf den Ausgleich. Die beste Gelegenheit hatte Daniel Pietta, er scheiterte mit einem von Arne Uplegger an ihm verschuldeten Penalty an Torwart Marco Eisenhut (8.). Als die Pinguine ihre erste Überzahl nicht nutzten, erhöhte Steven Rupprich auf 2:0 für Dresden (13.)

Im zweiten Drittel legten die Pinguine einen Blitzstart hin und verkürzten nach 33 Sekunden auf 1:2 und drängten auf den Ausgleich. Der fiel aber nicht, stattdessen erhöhte der Ex-Bremerhavener Kevin Lavallee auf 3:1. Danach waren dann aber die Pinguine gegen den nachlassenden Zweitligisten am Zug und drehten durch Treffer von Saponari, Costello und Welsh das Spiel. Bei den Kontern der Dresdener verhindert Ennio Albrecht mehrfach einen weiteren Gegentreffer.

Im letzten Drittel ließen die Krefelder gestützt auf einen sehr starken Ennio Albrecht, der etliche Großchancen der Gastgeber entschärfte, nichts mehr anbrennen. Travis Ewanyk und Chad Costello mit seinem fünften Turniertreffer machten das halbe Dutzend voll. Arturs Kruminsch wurde nach Spielende von den Dresdener Fans lautstark gefeiert.

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