Krefeld Pinguine trennen sich von Hofland und Keussen

Eishockey: Zwei Missverständnisse

Diego Hofland wechselt zum Oberligisten Füchse Duisburg. Verteidiger Joel Keussen hält sich bei der U20 des KEV fit. Am Sonntag ist der ERC Ingolstadt um 16.30 Uhr im König-Palast zu Gast.

Seit gut einer Woche gehören Diego Hofland und Joel Keussen nicht mehr zum DEL-Kader der Krefeld Pinguine. Beide Spieler können laut Sportdirektor Matthias Roos ab sofort am Trainingsbetrieb der U20-Mannschaft des KEV 81 teilnehmen, um sich fit zu halten.

Der Deutsch-Niederländer Diego Hofland hat aber bereits mit dem Oberligisten Füchse Duisburg einen neuen Arbeitgeber gefunden. Sein Vertrag wurde am Donnerstag aufgelöst. Am Freitagmorgen stiegt er in Duisburg mit in den Mannschaftsbus der Füchse zum Spiel bei den Hannover Scorpions. Hofland war im Sommer 2017 vom Zweitligisten EC Bad Nauheim nach Krefeld gewechselt, hatte 35 Spiele für die Schwarz-Gelben absolviert und dabei drei Tore erzielt. Im Sommer wurde sein Vertrag bei den Pinguinen verlängert. „Diego ist ein taktisch disziplinierter und hart arbeitender Spieler, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt und in Unterzahlsituationen eingesetzt werden kann“, sagte Trainer Brandon Reid damals. „In der Vorbereitung wird er um einen Platz in der vierten Sturmreihe kämpfen.“ Diesen Kampf hat Hofland verloren.

Verteidiger Joel Keussen stammt aus dem Nachwuchs des KEV. In der Saison 2008/2009 gab er sein Debüt im DEL-Team. Nach Gastspielen in Herne, Essen, Dresden, Duisburg, Bremerhaven, Bad Nauheim und Frankfurt kehrte er nach einer ganz starken Saison am Main im Sommer 2017 zu den Pinguinen zurück. In der vergangenen Saison kam er 42 Mal zum Einsatz und erzielte dabei einen Treffer. In dieser Saison durfte er unter Trainer Reid noch viermal ran und erzielte dabei ein Tor und gab eine Vorlage. Nach dem Spiel gegen die Eisbären Berlin war dann Schluss für ihn. „Zu meiner Situation möchte ich im Augenblick nichts sagen, ich werde aber in der nächsten Woche die Gelegenheit nutzen, mich beim DNL-Team fit zu halten“, sagte Keussen. Laut Franz Fritzmeier, Sportdirektor der Löwen Frankfurt, ist ein Wechsel in die Mainmetropole derzeit kein Thema, „aber man sollte niemals nie sagen“.

Ob Keussen am Sonntag beim Heimspiel gegen Ingolstadt (16.30 Uhr) auf der Tribüne sitzt, weiß er noch nicht. Trainer Reid erwartet gegen die Panther einen harten Kampf: „Wir müssen gegen die großen und kräftigen Spieler der Ingolstädter körperbetont spielen.“ Der Kanadier schätzt die „strukturierte und schnelle“ Spielweise des Gegners: „Das ist eines der besten Teams der Liga und besonders in Überzahl sehr gefährlich.“ Die 4:7-Niederlage beim Gastspiel in Ingolstadt hat der Coach natürlich nicht vergessen: „Da wollten meine Spieler nur rennen und schießen. Dadurch lagen wir schnell mit 0:4 hinten.“

Das DEL-Spiel der Pinguine in Schwenningen war beim Druck dieser Ausgabe noch nicht beendet. Einen ausführlichen Spielbericht finden Sie im Internet unter www.rp-online.de

Mehr von RP ONLINE